Früherer Zebrastreifen sichtbar Badbergen muss wieder zum Pinsel greifen

Von Christian Geers

Sobald das Wetter es zulässt, soll der Zebrastreifen in Badbergen wieder mit schwarzer Farbe überpinselt werden. An dieser Stelle ist er aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Foto: Christian GeersSobald das Wetter es zulässt, soll der Zebrastreifen in Badbergen wieder mit schwarzer Farbe überpinselt werden. An dieser Stelle ist er aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Foto: Christian Geers

Badbergen. Ganz verschwunden war er nie, inzwischen ist er wieder zu sehen: der frühere Zebrastreifen auf der Hauptstraße in Badbergen. Doch nun müssen die weißen Streifen erneut unkenntlich gemacht werden. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Die Gemeinde Badbergen muss den früheren Zebrastreifen in der Hauptstraße in Höhe der Kreissparkasse Bersenbrück in den kommenden Tagen erneut schwarz überpinseln. Das ist notwendig, denn die Fußgängerüberquerung entspricht nicht den Buchstaben des Gesetzes. Deshalb war die Gemeinde im Frühjahr vergangenen Jahres gezwungen, die weißen Streifen dauerhaft zu entfernen. Eine Verkehrsschau hatte im November 2015 ergeben, dass der Zebrastreifen aufgrund der abknickenden Vorfahrt eine Gefahrenquelle darstelle und umgehend zu entfernen sei – sehr zum Ärger der Badberger, die zunächst die Gemeinde für diese „Malaktion“ verantwortlich gemacht hatten.

Schwarze Farbe hat Deckkraft verloren

Mitarbeiter des Bauhofes der Samtgemeinde Artland schraubten damals das Richtzeichen 350-10 „Fußgängerüberweg“ ab, griffen zur Spraydose und übersprühten die weißen Streifen mit schwarzer Farbe. Danach wirkte die frühere Überquerungshilfe wie ein Kunstwerk, schnell machte im Dorf der Witz vom „schwarzen Zebra“ die Runde. Nach mehr als acht Monaten hat die schwarze Farbe allerdings an Deckkraft verloren. Der Autoverkehr, aber auch das Wetter dürften ihren Beitrag dazu geleistet haben, dass die weißen Streifen nach und nach wieder ans Tageslicht gekommen sind.

Dauerhafte Entfernung nach Abschluss der Bauarbeiten

Und was geschieht nun mit der wieder sichtbaren Markierung, die etwas vortäuscht, was es an dieser Stelle gar nicht geben darf? „Sobald die Witterungsverhältnisse es zulassen, werden die Streifen nochmals unkenntlich gemacht“, sagte Daniel Rolwers, Leiter der Gemeindeverwaltung, auf Anfrage unserer Redaktion. Die dauerhafte Entfernung der Farbe solle dann im Zuge der Bauarbeiten an der Hauptstraße erfolgen.

Überquerungshilfe an anderer Stelle möglich?

Rolwers bestätigte noch einmal, dass nach den Richtlinien zur Anlegung eines Fußgängerüberweges an dieser Stelle kein Zebrastreifen zulässig sei. Er wies darauf hin, dass die Gemeinde nach Abschluss der Bauarbeiten an der Hauptstraße unter Berücksichtigung der neuen Verkehrslage prüfen lassen werde, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Überquerungshilfe angelegt werden könne. „Dieses wird in Absprache mit der unteren Straßenverkehrsbehörde ermittelt“, so Rolwers weiter.