Bebauungsplan geändert Quakenbrücker Rat macht Weg frei für Klinik-Erweiterung

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Fast einen Hektar groß ist das Areal südlich der Danziger Straße und direkt neben dem Christlichen Krankenhaus Quakenbrück, das für eine mögliche Erweiterung genutzt werden kann. Foto: Christian GeersFast einen Hektar groß ist das Areal südlich der Danziger Straße und direkt neben dem Christlichen Krankenhaus Quakenbrück, das für eine mögliche Erweiterung genutzt werden kann. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Die Stadt Quakenbrück hat den Weg für eine Erweiterung des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück (CKQ) freigemacht. Dafür hat sie den Bebauungsplan „Alter Menslager Weg“ geändert und damit die Basis geschaffen.

Anfang des Jahres hatte sich der städtische Ausschuss für Bauen und Planen mit dem gut einem Hektar großen Gebiet direkt neben dem Krankenhaus, südlich der Danziger Straße und nördlich der Geringstlandstraße gelegen, beschäftigt. Mit der vorliegenden Änderung des Bebauungsplanes wollte die Stadt die „dringend benötigten baulichen Erweiterungen des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück planungsrechtlich vorbereiten“, heißt es dazu in den Planunterlagen. Damit erhielten die Bedürfnisse der Bevölkerung nach einer zeitgemäßen und möglichst umfassenden medizinischen Versorgung ein besonderes Gewicht. Im Bauausschuss war damals davon die Rede, dass ein Medizinisches Zentrum entstehen könnte. Unter anderem war eine Hautarztpraxis im Gespräch. Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Stadtrat damals, den Aufstellungsbeschluss für die Bebauungsplanänderung zu fassen.

Beschleunigtes Verfahren möglich

Weil das Gebiet kleiner ist als 20000 Quadratmeter und auch keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich war, startete die Stadtverwaltung eine Genehmigung im sogenannten beschleunigten Verfahren ein. Damit entfallen eine frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung. Das Planungsbüro Dehling und Twisselmann entwarf einen Bebauungsplanentwurf, der schließlich öffentlich auslag und zu dem Bürger und Behörden – die Träger öffentlicher Belange – Bedenken und Anregungen abgeben konnten. Auch Gutachten waren erforderlich, so wurde zum Beispiel ein Blick auf den Artenschutz geworfen. Die Experten kommen darin unter anderem zu dem Ergebnis, dass „keine erheblichen Auswirkungen auf artenschutzrechtliche Belange zu erwarten sind“. Der Wasserverband Bersenbrück hatte darauf hingewiesen, dass eine Regenwasserleitung sowie ein Oberflurhydrant im Plangebiet liegen. Diese müssten verlegt werden, wie Frank Wuller, Fachbereichsleiter Planen und Bauen im Quakenbrücker Rathaus, erläuterte. Die Verlegung werde rechtzeitig mit dem Wasserverband abgestimmt. Die Kosten sind von der Stadt zu tragen. Eingaben von privater Seite waren nicht eingegangen.

Einstimmiges Votum in der Ratssitzung

Wie schon der Bauausschuss verzichtete auch der Stadtrat in seiner Dezember-Sitzung auf eine Aussprache. Jürgen Götting (CDU) wies vor der Abstimmung darauf hin, dass das die Änderung des Bebauungsplanes der positiven Entwicklung des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück als größter Arbeitgeber der Stadt zugute komme. Einstimmig votierte der Rat, den geänderten Bebauungsplan „Alter Menslager Weg“ als Satzung zu beschließen.


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