Werbung für Produkte und Region Ein Lastwagen macht Appetit aufs Artland

Von Christian Geers

Werbung für(s) Artland: Auf Firma und Region macht dieser Lastwagen aufmerksam, der im Auftrag der zur Firma Lutz Fleischwaren bundesweit im Einsatz ist. Badbergens stellvertretender Bürgermeister Werner Meier und Claus Peter Poppe, Bürgermeister Samtgemeinde Artland, fanden die Idee gut, wie sie Prokurist Martin Bocklage und Geschäftsführer Norbert Barfuß bei einem Besuch sagten. Foto: Christian GeersWerbung für(s) Artland: Auf Firma und Region macht dieser Lastwagen aufmerksam, der im Auftrag der zur Firma Lutz Fleischwaren bundesweit im Einsatz ist. Badbergens stellvertretender Bürgermeister Werner Meier und Claus Peter Poppe, Bürgermeister Samtgemeinde Artland, fanden die Idee gut, wie sie Prokurist Martin Bocklage und Geschäftsführer Norbert Barfuß bei einem Besuch sagten. Foto: Christian Geers

Badbergen. Am liebsten ist es der Firma Artland Convenience GmbH in Badbergen natürlich, wenn die Produkte der Firma auf dem Teller liegen. Die Firma Lutz Fleischwaren, zu der Artland Convenience seit gut zwei Jahren gehört, sorgt dafür, dass der Name „Artland“ deutschlandweit im Munde geführt wird.

Als der 40-Tonnen-Lastwagen auf der Vehser Straße direkt vor dem Badberger Firmensitz anhält, zieht er alle Blicke auf sich. Nicht, weil er nagelneu und auf Hochglanz poliert zu sein scheint, sondern wegen der Lackierung des Aufliegers. „Artland – der Convenience-Experte“ steht auf der einen, „Artland – Kann Genuss ein Laster sein?“ auf der anderen Seite. Ein pfiffiger Slogan, der demnächst überall in Deutschland zu sehen sein wird. „Das ist sozusagen der Pilot-Lkw“, sagt Franz von Handorff. Er ist Geschäftsführer der Firma LTS Logistik Transport Spedition in Damme, die im Auftrag der Firma Lutz Fleischwaren mit dem Lieferverkehr zwischen den einzelnen Standorten der Unternehmensgruppe beauftragt ist. „Das sind Experten für Logistik“, sagt Norbert Barfuß, Geschäftsführer der Lutz Convenience Food GmbH. Deshalb unterhalte sein Unternehmen keinen eigenen Fuhrpark.

Barfuß: Verbundenheit zur Region

Die Werbung auf dem Lastwagen möchte Barfuß als „unsere Verbundenheit mit der Region“ verstanden wissen. Die Firma Artland Convenience sei für die in Landberg am Lech ansässige Firma Lutz von strategischer Bedeutung: für die Rinderschlachtung, die Herstellung von Convenience-Produkten, für Fingerfood und vegetarische Produkte. In den vergangenen zwei Jahren seit der Übernahme des Badberger Unternehmens, das zum niederländischen Fleischkonzern Vion gehörte, sei „viel Geld in den Standort investiert worden“. Die Zahl der Schlachtungen sei gesteigert, das Werk selbst sei durch die Schließung eines Schlachthofes in Hammelburg gestärkt worden. „Wir liegen mitten im Produktionsgebiet für Rinder mit einem Einzugsbereich von 80 bis 100 Kilometern, da ist Badbergen ein optimaler Standort“, so der Geschäftsführer. Zwar befinde sich der Standort noch mitten in der Restrukturierung und auch die Altlasten müssten nach und nach abgearbeitet werden, dennoch sei Lutz Fleischwaren vom Standort im Artland überzeugt, so Barfuß.

Artland Convenience will wieder ausbilden

Dazu gehöre auch, das Image als Ausbildungsbetrieb aufzupolieren, wie Prokurist Martin Bocklage erläutert. Das sei in der Vergangenheit unter den früheren Eigentümern unterblieben, „da haben wir etwas aufzuholen“. Für Bocklage gehört die Suche nach Auszubildenden zu den „mittelständischen Tugenden, zu denen wir zurückkehren wollen“. Kaufmann für Büromanagement, Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Ausbildung zum Mechatroniker und zum Metzger sowie die überbetriebliche Ausbildung als duales Studium mit den Schwerpunkten Marketing, Betriebswirtschaftslehre und Qualitätsmanagement werden angeboten. Um sich als Ausbildungsbetrieb wieder ins Gespräch zu bringen, will die Firma Lutz Fleischwaren auch den Kontakt zu den Schulen in der Samtgemeinde Artland suchen.

Werbung für Artland im doppelten Wortsinn

Die Ideen und Pläne hörten Claus Peter Poppe, Bürgermeister der Samtgemeinde Artland, und Werner Meier, Badbergens Vizebürgermeister, gerne. Gerade der Ausbildung sei eine große Bedeutung zuzumessen, denn sie sei auch ein Imagefaktor. Dass mit dem neuen Lastwagen nun nicht nur die Produkte der Firma Artland Convenience bekannt gemacht werden, sondern – und damit im doppelten Sinn – auch das Artland als Region, freute die Kommunalpolitiker natürlich auch – und auch sie erkannten darin die „Verbundenheit mit der Region“, wie es sich Geschäftsführer Norbert Barfuß gewünscht hatte.