Flüchtlinge reparieren selbst Raum für Quakenbrücker Fahrradwerkstatt gesucht

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Artland Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Für die Fahrradwerkstatt wird es im Holzhaus des Quakenbrücker FIZ langsam eng. Dina Tegtmeyer (Zehnte von rechts) sucht jetzt eine neue Anlaufstelle für die Flüchtlinge. Michael Hotz (links) vom Lions-Club Bersenbrücker Land hat bereits Unterstützung signalisiert. Die Stofftaschen in den Händen der Frauen sind übrigens im Nähcafé hergestellt worden. Foto: Peter SelterFür die Fahrradwerkstatt wird es im Holzhaus des Quakenbrücker FIZ langsam eng. Dina Tegtmeyer (Zehnte von rechts) sucht jetzt eine neue Anlaufstelle für die Flüchtlinge. Michael Hotz (links) vom Lions-Club Bersenbrücker Land hat bereits Unterstützung signalisiert. Die Stofftaschen in den Händen der Frauen sind übrigens im Nähcafé hergestellt worden. Foto: Peter Selter

Quakenbrück. Die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge beim FIZ, dem Verein zur Förderung des Integrationszentrums in Quakenbrück, platzt aus allen Nähten. Jetzt suchen die ehrenamtlichen Helfer einen neuen Standort für ihr Projekt. So lange können sie noch im FIZ bleiben. Doch der Winter steht vor der Tür.

Über mangelnde Besucher und Aktivitäten kann sich das FIZ an der Hindenburgstraße ohnehin nicht beklagen, montagnachmittags ist jedoch immer besonders viel los. Denn dann öffnet die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge ihre Türen. „Die Resonanz ist einfach überwältigend“, freut sich Dina Tegtmeyer über das Projekt, dass im Frühjahr startete. Der Lions-Club Bersenbrücker Land half dabei. Es geht dabei nicht um einen kostenlosen Reparatur-Service, sondern darum, das die Besitzer ihre Fahrräder selbst zu reparieren lernen.

Raum und weiterer „Schrauber“ gesucht

Dina Tegtmeyer ist jetzt auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten, da die Werkstatt beim FIZ nur eine Übergangslösung war. Die Räumlichkeiten sind sehr klein, im Winter müsste dann draußen gearbeitet werden, das sei nicht optimal. Und weiter: „Wir suchen dringend einen Schrauber für die Werkstatt“, so Dina Tegtmeyer. Als Räumlichkeit würde sich eine leere Halle oder Werkstatt mit rund 50 Quadratmetern, idealerweise beheizbar, anbieten. Über einen „Obolus“ für die Nutzung und die Nebenkosten könne man selbstverständlich reden, betont Franziska Pohlers von der Fachstelle für Gesellschaftliche Integration der Samtgemeinde Artland.

Ein Kreis vieler guter Initiativen

„Wir unterstützen, wo es geht“, betont Gerd Beckmann, Vorsitzender des FIZ. Oft könnten auch gute Kontakte des FIZ-Teams zu den Kindern von Besuchern der Fahrradwerkstatt geknüpft werden. „Da schließt sich der Kreis vieler guter Initiativen“, so Beckmann. Neben der Fahrradwerkstatt ist zeitgleich auch das Nähcafé im Quakenbrücker Franziskushaus entstanden und arbeitet mit großem Erfolg. „Über 20 Besucher kommen regelmäßig zu uns“, berichtet Hedwig Schmeer, die zusammen mit Sabine Hupker, Anne Janke und Gisela Landwehr das Projekt betreut.

„Auf den ersten Schritt muss immer auch der Zweite folgen“, sagt Michael Hotz vom Lions-Club Bersenbrücker Land. Vom Club wurde für die beiden Projekte jeweils eine „Starthilfe“ gegeben. Jetzt stellte er eine erneute Unterstützung in Aussicht.

Helferkreise in Quakenbrück, Menslage und Nortrup

Über die tatkräftige Unterstützung der Helferkreise freut sich Franziska Pohlers besonders. Neben den ehrenamtlichen Kräften in Quakenbrück haben sich auch noch in Menslage und Nortrup entsprechende Helferkreise gebildet. Franziska Pohlers bringt es auf den Punkt: „Ohne die Helfer würde es nicht gehen“. Wer unterstützen möchte, kann sich bei ihr unter Telefon 05431/182136, E-Mail: pohlers@artland.de, melden, gerne auch wegen eines Raums für die Fahrradwerkstatt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN