Ehepaar Kyritsis hat Pläne Quakenbrücker Restaurant „Mykonos“ wird neu eröffnet

Melancholie im November: Trostlos sieht das „Mykonos“ zurzeit aus – aber nicht mehr lange, denn Familie Kyritsis will es zu neuem Leben erwecken. Foto: Bernard MiddendorfMelancholie im November: Trostlos sieht das „Mykonos“ zurzeit aus – aber nicht mehr lange, denn Familie Kyritsis will es zu neuem Leben erwecken. Foto: Bernard Middendorf

Quakenbrück. „Mykonos“: In Griechenland eine viel besuchte romantische Insel, benannt nach Apollos göttlichem Enkelsohn Mykons, in der Burgmannstadt lange ein nicht weniger beliebtes Speiselokal, das vor einiger Zeit geschlossen wurde. Sehr zum Bedauern zahlreicher Stammgäste, die nicht nur Wirt Alexandros Ypsilos und seine Familie, sondern auch die schmackhaften landestypischen Gerichte zu schätzen wussten. Sie alle dürfen jetzt aufatmen: In nicht allzu ferner Zeit wird das Restaurant unter griechischer Leitung neu eröffnet.

Ein Dornröschenschlaf ist also nicht mehr zu befürchten, nachdem das Lokal seit etlichen Wochen trist, ja verlassen wirkte. Passanten würdigten die einst gastliche Stätte an der Bahnhofstraße kaum noch eines Blickes. Das Weinlaub welk, die Speisekarte längst entfernt, das früher mal gemütliche Mobiliar noch vorhanden, aber ohne Sitzkissen sozusagen entblößt – „in den öden Fensterhöhlen wohnt das Grauen“, zitierte ein Witzbold noch vor Kurzem im Vorbeigehen augenzwinkernd, aber auch etwas wehmütig aus Schillers wohl bekanntestem Gedicht.

Geschäftsaufgabe nach 20 Jahren

Den Restaurationsbetrieb nach rund zwei Jahrzehnten aufzugeben, dürfte Alex, wie er von Freunden und Bekannten genannt wurde, nicht leicht gefallen sein. Sein erstes eigenes „Mykonos“ verwirklichte er in der Nähe der alten Post. „Früher noch an der Kleinen Mühlenstraße 34 gelegen, war es ein sehr guter ‚Grieche‘. Urig und gemütlich, mit gutem Essen und guten Preisen“, erinnert sich Feinschmecker „Hotte“. Auch Hubert (49), seinerzeit mit Ehefrau nach Quakenbrück gezogen, verhehlt nicht, dass er traurig ist: „Sogar meine Tochter hat gesagt, da ist ein Stück Kindheit weggebrochen. Wir sind oft mit der ganzen Familie zum Essen gekommen.“

Es gibt viele Ideen

Jetzt gibt es Hoffnung – sogar mehr als das, denn das Ehepaar Kyritsis wird das geräumige Restaurant an der Bahnhofstraße bald wieder eröffnen. Konstantinos ist vom Fach, hat in Stuttgart und Bremen seine Kochkünste vervollkommnet. Eirini ist sogar in Quakenbrück aufgewachsen, hat am Artland-Gymnasium ihr Abitur gemacht, danach Englisch und Geschichte studiert. „Wir hatten ursprünglich überlegt, in unserem Heimatland eine neue Existenz aufzubauen, aber hier gibt es einfach bessere Chancen, auch für unsere Kinder“, sagt sie, als sie mit Familie vor dem Objekt ihrer Wünsche steht. Und Konstantinos verrät: „Wir haben sehr viele Ideen, was wir daraus machen.“ Die beiden möchten gerne Klassisches und Modernes verbinden, „einfach etwas frischen Wind reinbringen“.

Wer sieht, wie ihre Augen leuchten, traut es ihnen zu. Ganz bestimmt ist damit nicht nur die Außengastronomie des „Mykonos“ gemeint, die an Sommerabenden schon immer sowohl Einheimische als auch Touristen zum Schmausen und Plauschen einlud.


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