Letzte Ratssitzung Bürgermeister Leonhard Renze „Glücksfall für Nortrup“

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Die Verabschiedung von Bürgermeister Leonhard Renze (Fünfter von links) nahm in der letzten Gemeinderatssitzung sein Stellvertreter Bernd Kettmann vor. Zuvor hatten Renze und Verwaltungsvertreter Matthias Grüß (rechts) Günter Neßlage, Sonja Klaphake, Gertrud Kater und Kurt Weymann (von links) für ihre langjährige Mitarbeit gedankt. Auch sie gehören dem neuen Rat nicht mehr an. Foto: Christian GeersDie Verabschiedung von Bürgermeister Leonhard Renze (Fünfter von links) nahm in der letzten Gemeinderatssitzung sein Stellvertreter Bernd Kettmann vor. Zuvor hatten Renze und Verwaltungsvertreter Matthias Grüß (rechts) Günter Neßlage, Sonja Klaphake, Gertrud Kater und Kurt Weymann (von links) für ihre langjährige Mitarbeit gedankt. Auch sie gehören dem neuen Rat nicht mehr an. Foto: Christian Geers

Nortrup. Die 36. und letzte Sitzung des Nortruper Gemeinderates in dieser Wahlperiode war für fünf Mitglieder zugleich das Ende ihres kommunalpolitischen Engagements. Auch Bürgermeister Leonhard Renze nahm nach 35 Jahren Abschied aus dem Gemeinderat – der ist aber noch nicht endgültig.

Renze ist bis zur konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates am Mittwoch, 9. November, im Amt. Dann wird er die neuen Mitglieder des Gemeinderates noch förmlich verpflichten. Erst danach macht er Platz für seinen Nachfolger – nach dreieinhalb Jahrzehnten Ratsarbeit und 23 Jahren als Bürgermeister.

„Ausgeglichene und offene Art“

Seine Persönlichkeit und seine politische Kompetenz würden fehlen, sagte sein Stellvertreter Bernd Kettmann. Er lobte die Arbeit seines CDU-Ratskollegen, der sich vom ersten Tag an „durch seine ausgeglichene und offene Art viele Sympathien erworben hat“. Dem „Vollblutpolitiker aus Suttrup“ hätten die Einwohner bei vier Wahlen das Vertrauen geschenkt, „das steht für Qualität“. Leonhard Renze habe entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Gemeinde, er sei „ein Glücksfall für Nortrup“ gewesen. Und Bernd Kettmann vermutete, dass die vielen Aufgaben dem Bürgermeister auch Spaß gemacht hätten, „denn sonst kann man das Amt nicht so lange machen“.

Im April 1993 zum Bürgermeister gewählt

Leonhard Renze gehört dem Nortruper Gemeinderat seit 1981 ununterbrochen an. Mit 34 Jahren war er damals das zweitjüngste Ratsmitglied. In den Ausschüssen für Jugend, Sport und Soziales sowie Heimat, Umwelt und Tourismus sammelte er erste Erfahrungen, wurde später Mitglied im Bauausschuss und nach zehn Jahren Vorsitzender der CDU-Fraktion. Am 19. April 1993, mitten in der Wahlperiode, wurde er mit 46 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Nortrup, nachdem Reinhold Gieseke das Amt abgegeben hatte. Die Vorbereitung der 825-Jahr-Feier des Ortes im Jahr 1995, dem Jahr vieler weiterer Vereinsjubiläen, gehörte zu den ersten Herausforderungen in seiner Amtszeit. Auch als Mitglied des Artländer Samtgemeinderates und dort als stellvertretender Bürgermeister habe der Nortruper viel bewegt für die Menschen, lobte Bernd Kettmann. Im Namen von Rat und Verwaltung überreichte er Renze eine Urkunde und ein Präsent. Langweilig werde dem „Polit-Rentner“ sicher nicht werden, künftig werde er mehr Zeit für seine Hobbys Jagd und Landwirtschaft haben.

Renze: Die Politik war mein Ding

„Die Zeit war lehrreich, ich habe viele Menschen kennengelernt, die Politik war mein Ding“, resümierte der Geehrte seine kommunalpolitische Tätigkeit. Sein Wunsch war, „dass wir uns auch in Zukunft öfter mal treffen und im Gespräch bleiben“. Und wenn es eine Frage gebe oder er um einen Ratschlag gebeten werde, stehe er selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Vier Ratsmitglieder verabschiedet

Zuvor hatte der Bürgermeister vier Ratsmitglieder verabschiedet, die dem ab 1. November amtierenden Gemeinderat nicht mehr angehören werden. Mit einer Urkunde und einem Präsent bedankte er sich bei Sonja Klaphake. Die SPD-Ratsfrau hatte dem Rat fünf Jahre lang angehört. Jeweils zehn Jahre saßen Kurt Weymann (SPD) und Günter Neßlage (CDU) am Ratstisch, zwei Jahrzehnte waren es bei Gertrud Kater (CDU). Sie alle hätten sich zum Wohl der Gemeinde eingebracht, stellte Renze fest.


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