Versuchte Gefangenenbefreiung 15-köpfige Gruppe greift Polizei in Quakenbrück an

Bei einem Einsatz in Quakenbrück ist eine Polizeistreife angegriffen worden. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpaBei einem Einsatz in Quakenbrück ist eine Polizeistreife angegriffen worden. Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa

Quakenbrück. Eine Gruppe von 15 Personen hat in Quakenbrück Polizisten angegriffen, die einen 21-Jährigen wegen einer zuvor begangenen Körperverletzung vernehmen wollten.

Wie die Polizei berichtet, sei ihr am Samstag um 01.20 Uhr eine Körperverletzung im Bereich Burgstraße/Kolpingstraße gemeldet worden. Ein 18-Jähriger sei von einem 21 Jahre alten Täter angegriffen und mit einer so genannten „Kopfnuss“ verletzt worden. Während die Besatzung eines Rettungswagens den Verletzten in ein Krankenhaus gebracht hätten, hätten mehrere Zeugen den Beamten Hinweise auf den Täter gegeben.

21-Jähriger zeigte sich uneinsichtig

Der 21-Jährige habe sich in einer größeren Personengruppe aufgehalten und sei dort von den Beamten angesprochen worden, so die Polizei weiter. Als die Beamten den 21-Jährigen abseits der acht bis zehn Begleitpersonen hätten befragen wollen, habe er sich ausgesprochen uneinsichtig gezeigt und sich geweigert, die Polizisten zu begleiten. Die hätten ihm daraufhin Handfesseln angelegt und ihn zum Streifenwagen geführt.

Streifenwagen beschädigt

Daraufhin hätten seine Begleiter die Beamten zunächst verbal und schließlich auch körperlich angegriffen. Sie hätten versucht, den 21-Jährigen aus dem Streifenwagen zu befreien und die Anweisungen der Polizisten ignoriert. Überdies habe sich die Zahl der Personen vergrößert. Sie hätten die Einsatzkräfte zurückgedrängt und den Streifenwagen beschädigt. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray sei es den Beamten gelungen, die inzwischen etwa 15 Angreifer zurückzudrängen und den 21-Jährigen zur Dienststelle zu bringen.

Neben der Körperverletzung ermittelt die Polizei nun auch wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und versuchter Gefangenenbefreiung.

Weitere sachdienliche Hinweise zu dem Geschehen erbittet die Polizei Bersenbrück, Telefon 05439/9690.


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