Hauch der Jahrhunderte Kulturschatz Artland live lockte viele Gäste an


Quakenbrück. Bei schönstem Sommerwetter streifte ein Hauch der Jahrhunderte die Besucher von 27 Denkmalen auf vielerlei Weise. Ob bei der Turmbesteigung von St. Sylvester, auf der Denkmaltour oder in der Kutsche – Kulturschatz Artland live bezauberte wieder zahlreiche Gäste.

„Ein besseres Wetter hätten wir für die Denkmalstage kann gar nicht haben können,“ freuten sich Horst Ubben und Steffen Diersing, deren Denkmaltour ganz schön schweißtreibend war. Denn in traditioneller Kluft führten sie 50 Teilnehmer ihrer Busrundfahrt zu sechs Stationen mit sanierten und nicht sanierten Bauobjekten inklusive dekorativer Gärten wie den Park von Gut Hammerstein-Loxten in Nortrup.

Nach der Begrüßung durch Freiherr Frederic von Hammerstein vermittelte Maria Kottmann während ihrer Führung über die drei Hektar große Parkanlage detailliertes Hintergrundwissen. Sie nahm die große Gästeschar mit auf die Reise durch die Chronik der Familie Hammerstein, die sich in diversen Gebäuden verewigt hat. „Wie Phönix aus der Asche“ begeisterte sich eine Besucherin über die Neugestaltung der Schloss-Anlage , deren Highlight das im holländischen Klassizismus (1681-1698) erbaute Gut ist.

Nach drei Planwagentouren legte Heinrich Böning eine Kaffeepause in Everdings Mühle ein. Er hatte die Kutschfahrten von Hermann Kutte und Gerd Markowski begleitet, um Wissenswertes über die Baustile der angefahrenen Höfe Groß de Wente, Wachhorst de Wente und Sundermann und das Heuerlingssystem zu erzählen. Familie van dem Weghe lockte in diesem Jahr Kunstinteressierte auf die Hofanlage Brake in Badbergen-Grönloh. Mit großem Erfolg präsentierten hier Martina Kottmann, Sophie Herz und Rieke Dühnen ihre Gemälde und Skulpturen in den Gebäuden.

Eine ganz persönliche Führung erlebten die Gäste durch Michael Abeln in seiner frisch restaurierten alten Herberge und Schänke an der Langen Straße aus Quakenbrück. Er selbst hatte bei der Sanierung kräftig mitangefasst und konnte live von den überraschenden Momenten und Geheimnissen des Ortes berichten. Auch hier hatten die Jahrhunderte (1510/ 1739/1849) bleibende Spuren hinterlassen.

Insgesamt herrschte auf allen Höfen reger Betrieb und großes Interesse, sodass alle Gastgeber Zufriedenheit demonstrierten. Vor allem weil Gäste nicht nur aus dem Oldenburger Münsterland, Bramsche und Osnabrück das Programm nutzten, sondern auch aus dem Ruhrgebiet und dem süddeutschen Raum. Selbst junge Teilnehmer wie Birgit Voßhage konnten der Tour von Diersing und Partner Einiges abgewinnen: „Die Tour war super organisiert und kompetent begleitet. Horst Ubben hat sich Zeit genommen, viel erklärt und Fragen beantwortet. Man spürte sein berufliches Know-how“.

Auch Inge Grießhammer schwärmte geradezu von ihrem eintägigen Ausflug durch die artländische Heimat: „Mir hat der Karlsgarten mit den historischen Steinen und Pflanzen in Menslage am besten gefallen“. Jetzt heißt es: Bis zu den Denkmaltagen im nächsten Jahr. Dann erneut mit kurzweiliger Historie, Führungen und kulinarischen Leckerbissen.


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