Zwei Tage Gartenschau Quakenbrück erwacht aus dem Winterschlaf

Von Alexandra Lüders

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Quakenbrück. Gärtnerherz, was willst du mehr? Zwei Tage lang herrschte in Quakenbrück allerbestes Wetter. Es lockte Tausende von Besuchern in die Burgmannstadt zur 12. Auflage der Gartenschau „Quakenbrück Natürlich“.

Einer Völkerwanderung gleich zog sich der Besucherstrom durch die Innenstadt. Gartenfans etwa aus Osnabrück, Herzlake, Dinklage, Wallenhorst und aus dem Altkreis Bersenbrück hatten den Weg nach Quakenbrück gefunden. Frühlingshafte Temperaturen und ein Meer von Blumen sorgten für eine zauberhafte Atmosphäre. Die Aussteller machten Lust auf den Sommer und strahlten dank der hohen Resonanz um die Wette.

Eine Zwergnektarine für die Gäste aus Cambridge

„Es waren ganz viel Menschen von ganz weit weg an meinem Stand. Ein Ehepaar kam sogar aus dem englischen Cambridge. Die beiden suchten Raritäten, und ich konnte sie mit einer Zwergnektarine beglücken“, freute sich Marianne Schmidt vom Badberger Nähkästchen, die neben Bernhard Ambraß in der Langen Straße ihren Stand aufgebaut hatte.

Viele Stammkunden in der Stadt unterwegs

„Zu mir kamen viele Stammkunden aus Lingen, Osnabrück und Quakenbrück, weil ich seltene alpine Stauden, aber auch viele Frühlingsblüher angeboten habe“, informierte Ambraß, dessen Kunden zeitweise die Lange Straße verstopften. Viele wollten noch duftende Narzissen, Stiefmütterchen, Hornveilchen oder Tomaten ergattern oder spezielle Pflanzeninfos von dem Gartenexperten. Dieser riet beispielsweise dazu, den Rhabarber mit Pferdemist zu düngen und Zitruspflanzen mit ein paar kühlen Tagen auf dem Balkon zum Blühen zu animieren. Wer in der Geschäftsstelle des „Bersenbrücker Kreisblattes“ vorbeischaut, konnte sich an einem Gewinnspiel beteiligen. Es galt, die Anzahl der Primeln in den Regalen zu zählen. Es waren übrigens zehn Blümchen.

Kräuter und Stauden sehr gefragt

Ein riesiger Rosmarinbusch, große Palmen und japanische Kamelien zogen die Besucher durch Wuchs und Duft bei Armin Trimpe in ihren Bann. „Bei uns sind Stauden und Kräuter wie verrückt gekauft worden. Die Kunden legten aber sehr viel Wert auf langlebige Pflanzen, die überwintern können und im Jahr darauf wiederkommen. Günstige Schnäppchen wie Tulpen waren gar nicht gefragt. Am liebsten wollten die Leute schon Sommerblumen haben“, wunderte sich Ludger Heitgerken am Stand von Rick Schouten. „Wir versuchen, den Kunden ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis zu bieten und unseren Stand schaumäßig abwechslungsreich zu gestalten“, verwies Frank Müller vom Artländer Pflanzenhof auf seine repräsentative Anlage auf duftenden Holzschnitzeln, die mit Gewächsen und Dekoobjekten geschmückt war. Sehr begehrt waren hier als Neuheiten die Tulpenmagnolie, der portugiesische Lorbeer sowie vielerlei Zwergobst.

Aussteller zufrieden mit der Resonanz

„Diese Schau war schon immer eine gute Werbung für die Produkte meiner Zimmerei“, war der Merzener Herbert Gerbus zufrieden mit der Nachfrage. Nach wie vor der Renner waren seine Denkerbank in verschiedenen Farben, die Holzpferde und die überdachten Gartenbänke. Eine „super Resonanz“ an beiden Tagen verbuchte Werkstattleiter Rüdiger Morthorst am Stand der Firma Kamper Landtechnik. Hier gab es von Kinder-GoKarts über Vertikutierer bis zum Industrieaufsitzmäher alle modernen Geräte für die Rasenpflege. Als neuesten Schrei empfahl er den Kauf von Geräten mit Lithium-Ionen-Akkus. „Diese Schau ist ein toller Gewinn, wenn wir das alles umsetzen, was hier nachgefragt wurde“, lobte Morthorst.

„Der Umsatz stimmt“

„Mir gefallen die Gartenskulpturen von Martina Poggel so gut“, schwärmte Wilma Schräder auf der Suche nach Mitbringseln für die Familie. Hier konnten auch andere Anbieter punkten wie zum Beispiel Christiane Hatting aus Sögel mit ihren Bimssteinen, Nagelbürsten und handgefertigten Naturseifen ohne Palmöl. „Das ist umweltschonend und verhindert, dass die Regenwälder weiter abgeholzt werden.“

„Wir sind gut drauf, die Kunden sind lustig und der Umsatz stimmt“, resümierte Sigrid Wandrei die Gartenschau aus der Perspektive einer Marmeladen- und Likörköchin. Hochbetrieb herrschte auch bei allen anderen Ständen mit kulinarischen Leckereien wie Wein, Fisch, Waffeln und Flammkuchen.


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