Kampf gegen Kinderlähmung Sozialer Aktionstag am Artland-Gymnasium Quakenbrück

Von Bernard Middendorf


Quakenbrück. Geradezu überwältigend war die Beteiligung, als der „Soziale Aktionstag 2015“ des Artland-Gymnasiums seinen Höhepunkt fand. Getreu dem Motto „Not bewegt uns“ brachen die Schüler jahrgangsweise auf, um zwei Stunden lang von ihnen geplante Routen zu erwandern. Das Ziel: Stärkung des Gemeinschaftsgefühls – und natürlich der Einsatz für eine gute Sache.

Wochenlang hatten die Schüler bei Bekannten und Verwandten, Nachbarn und Geschäftsleuten um Spenden gebeten. Parallel dazu lief die Aktion „Deckel drauf auf Polio“ – eine kreative und zugleich karitative Idee. „Das hat die Schülervertretung initiiert“, lobte Beratungslehrer Thomas Hinze. „Es ist schon Tradition, dass sie im Herbst eine große Spendenaktion startet, so wie 2014 für die Flutopfer auf den Philippinen.“ Das Sammeln von Kunststoffdeckeln für den weltweiten Kampf gegen die Kinderlähmung lohnt sich: Mit je 500 Stück kann eine Schutzimpfung finanziert werden.

Zeichen der Solidarität

Diesem guten Zweck diente auch die Aktion – als Zeichen der Solidarität. „Das war schon ein kleiner Kampf, die durchzusetzen“, berichtete Sören kleine Burhoff. Die Organisation sei schwierig gewesen. „Durch die Klausurenphase gibt es jetzt viel Stress“, ergänzte Yasmina Yildirim. Die Mitglieder der Schülervertretung wissen, wie schwierig es ist, bei dem allgegenwärtigen Zeitdruck Hilfe zu mobilisieren.

In den Dienst der guten Sache

Umso beeindruckender, als nach einem Vortrag von Jürgen Götting über die Zielsetzung der von Rotariern geförderten Polio-Aktion gleich Hunderte von Schülern aufbrachen. Ihre jungen „Führungskräfte“ drangen vor der Aula mit den Megafonen manchmal kaum durch, aber trotzdem funktionierte alles wie von Zauberhand.

„Es ist wertvoll, wenn sich Menschen ohne sichtbare eigene Vorteile in den Dienst der guten Sache stellen“, hatten Gesamtkonferenz und Schulvorstand zuvor betont. Unsichtbar möchten nur die Rotarier nicht bleiben, weder international noch lokal: „Ich bin Präsidentin des Rotary Clubs und habe hier die Organisation übernommen“, teilte Maria große Macke mit.

Nur gut, dass die Fachobfrau Sport am AGQ dafür nicht allein zeichnen musste: Tatkräftige Schüler und Lehrer haben sich eingebracht. Ohne viele Worte.


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