Arbeitsgruppe: Talente einbinden ProB-Einsätze für Nachwuchs-Drachen gefordert

Talente wie Isaiah Hartenstein sollen eine Chance auf Einsätze in der ProB bekommen. Foto: Rolf Kamper/ArchivTalente wie Isaiah Hartenstein sollen eine Chance auf Einsätze in der ProB bekommen. Foto: Rolf Kamper/Archiv

Quakenbrück. Nach dem Rückzug der Drachen aus der 1. Bundesliga und dem Erwerb einer ProB-Lizenz ist ein neuer Kooperationsvertrag zwischen Artland Dragons und dem QTSV erforderlich. Eine Arbeitsgruppe, offiziell eingesetzt von der Mitgliederversammlung, hat jetzt wichtige Aktualisierungen des Vertrages empfohlen. Ihre Hauptforderung: Der verbindliche Einsatz von mindestens vier NBBL-/JBBL-Talenten im Zwölfer-Kader des ProB-Teams.

Unverändert gelten soll die Präambel: „Durch diese Kooperation soll der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden, dass beide Partner intensiv zusammenarbeiten und eine gemeinsame Basis für den Basketballsport in Quakenbrück darstellen. Gemeinsames Ziel der Vertragsparteien ist die Förderung im Jugend- und Erwachsenenbereich in der Region Artland sowohl in der Breite als auch im Hochleistungssport“.

Projekte mit Schulen fortführen

Die Arbeitsgruppe, zu der NBBL-Koordinator Gerd Meinecke sowie die ehemaligen QTSV-Zweitligaspieler Martin Lampe (JBBL-Koordinator) und Bernard Middendorf gehören, hat festgestellt, dass diese Ziele weiterhin Bestand haben sollen.

Der Abschnitt IV, in dem der QTSV sich zur Erfüllung von Lizenzauflagen zur Erweiterung und Verbesserung der Nachwuchsarbeit verpflichtet, soll aber ergänzt werden um den Satz: „Er verpflichtet sich außerdem, Projekte mit Schulen in dem bisherigen Umfang fortzuführen und, wenn möglich und sinnvoll, neue zu initiieren. Entstehende Kosten sind vom ProB-Ligisten zu tragen“.

DBB-Forderungen einhalten

Besonders wichtig ist der beauftragten Arbeitsgruppe eine neue Festlegung im Abschnitt VI. Dort wurden die Vertragspartner schon bisher verpflichtet, die QTSV-Basketballabteilung zu unterstützen, um jungen talentierten Spielern die Möglichkeit zur schulischen, beruflichen und sportlichen Ausbildung zu geben. Zusätzlich soll konkret dokumentiert werden: „Der Zweitligist (Artland Dragons) verpflichtet sich, für die gesamte Dauer der Saison mindestens vier talentierte Spieler aus den Young-Dragons-Mannschaften (NBBL/JBBL) und/oder aus dem Nachwuchs des QTSV in den engeren Kader (Zwölfer-Kader) des ProB-Teams aufzunehmen; er wird ihnen in allen Pflicht- und Freundschaftsspielen Einsätze im Zwölfer-Kader ermöglichen“.

Dies ist, hat die Arbeitsgruppe festgestellt, dringend notwendig, um die Forderungen im „Ausbildungshandbuch für die Entwicklung von Basketballtalenten“ der Bundesliga – gefördert vom DBB – einzuhalten. Dort heißt es, dass „der mittlere NBBL-Jahrgang“ (zur Zeit die 1998er) eingesetzt werden soll „als Leistungsträger in der NBBL und in der 8er-Rotation der ProB“.

Nur ein verbindlicher Einsatz von vier Young Dragons im Zwölfer-Kader kann garantieren, dass die Nachwuchsspieler in der vom Trainerteam festzulegenden Rotation auch wirklich zum Zuge kommen, betont die Arbeitsgruppe.

Jugendkonzept vorgestellt

Ergänzt werden soll Abschnitt VI noch um Satz 3: „Die Bildung eines erweiterten Kaders mit zusätzlichen QTSV-/NBBL-/JBBL-Talenten ist wünschenswert, um den Zielen und Vorgaben des Abschnitts III gerecht zu werden“. Dort war schon bisher festgelegt, „dass Nachwuchskräfte an das Leistungsniveau der Profimannschaft herangeführt werden.“

Der Basketballanhang darf sich bei Verwirklichung dieser Festlegungen auf Einsatz, Power und Ehrgeiz seiner „eigenen“ Jungs Schulter an Schulter mit erfahrenen ProB-Profis freuen. Das Quakenbrücker Jugendkonzept hat Gerd Meinecke kürzlich in einem Vortrag beim DBB vorgestellt.