Erntefest 2015 Bunter Umzug: Auch in Nortrup waren die „Minions“ los

Von Anita Lennartz

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Nortrup. Während in umliegenden Orten noch geerntet wird, feiern die Nortruper schon ihr Erntefest: An drei Tagen hieß es „Ernte gut“. Höhepunkt des Sonntags war der Ernteumzug durch das Dorf, den viele Hundert Schaulustige sich nicht entgehen lassen wollten.

21 Mottowagen, Reiter, Kutschen, Fußgruppen örtlicher und befreundeter Schützenvereine und natürlich der Ernteverein selber – es gab viel zu bestaunen und zu sehen, und Präsident Jörg Rohde war ebenso wie das amtierende Königspaar Martina und Heinz Lennartz nebst Adjutanten sichtlich stolz auf den rührigen Verein.

Den Anfang der bunten Wagenreihe machte wie immer die Landjugend mit der Erntekrone, und auch der Wagen der Ehrenmitglieder und der Blumenwagen der Gärtnerei Busselmann gehören zum Ernteumzug traditionell dazu. Der Kegelklub „Söhne Nortrups“ feierte sein zehnjähriges Bestehen nach dem Motto „Wir feiern uns selbst, macht ja sonst keiner!“, und der KC „Boltenbrüder“ rührte die Werbetrommel für das Oktoberfest am 10. Oktober.

Dosenbier macht schön

Ebenfalls Werbung in eigener Sache machten die „Opel Dragons Artland“: Der Autoclub plant 2016 ein Treffen und sucht dafür noch eine geeignete Wiese. Ob Dosenbier wirklich schlau macht, wie es die Band „Illegal 2001“ Mitte der 1990er-Jahre besang, ist wohl nicht erwiesen, aber es scheint schön zu machen: Der KC „Stöckelschuh“ feierte 80 Jahre Dosenbier, und die Mädels machten dabei einen klasse Eindruck.

Die Fußballweltmeisterschaft in Katar thematisierten die „Schneemänner“, und der FIFA-Skandal um Sepp Blatter war der „Bauwagen-Crew“ einen Mottowagen wert. Nicht nur die Kinder zeigten sich begeistert von dem Wagen der Clique „Amistades“: Die Kinolieblinge „Minions“ tummelten sich dort gelb und fröhlich mit Seifenblasen und versprühten gute Laune.

Der mexikanische Drogenboss „El Chapo“ ist jüngst aus dem Gefängnis geflohen – dieses Themas nahm sich die Landjugend an. Deren Traktor war sogar mit zwei Anhängern unterwegs – im zweiten wurden die „Gefangenen“ transportiert.

Traum oder Albtraum für Männer?

„De Noberskub“ freute sich über 20 Jahre gute Nachbarschaft mit gemeinsamer „Jahresendfeier“ an Silvester, dem KC „Optimismus“ ist die aktuelle Lage in Griechenland so gar nicht geheuer. Mit einem ganz besonderem „Männer-Karussell“ nahm der Kegelklub „Die Zuspäten“ am Umzug teil. Ein „Männertraum“ mag das „Drehding“ im Jägermeister-Style sein, aber spätestens, wenn sich im Kopf auch alles dreht, könnte es zum Albtraum werden…

Die Graffiti in Nortrup sind auch beim KC „Filmriss“ nicht auf Gegenliebe gestoßen: „Wer macht solche Schmierereien? Das können doch nur Idioten sein!“, so ihre Meinung. „Von wegen Äpfel, Nüsse, Mandelkern – Handy, Flatscreen habe ich gern!“ – so hieß es bei zwei Kegelklubs zum Thema Weihnachtsfest, dabei deklarierten sie den Weihnachtsbaum als „extrem beleuchtetes Nadelgehölz mit Religionshintergrund“.

Georg Schmidt lud Kinder ein, im Planwagen mitzufahren, und Gerald Knue nahm mit seinem Lanz Bulldog am Umzug teil. So ging es bei Sommerwetter durch die blau-gelb geschmückten Straßen.

Für das Kränzen bedankte sich der Verein während des Umzugs: „Nortrups Straßen sind so fein, ein Dankeschön sagt der Verein“, hieß es auf den Schildern der letzten Umzugsteilnehmer.


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