Interview mit Frank Uhlig „Rock für Tibet“ in Quakenbrück: Die Spenden kommen an

Von Birgit Eckhoff

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Frank Uhlig ist einer der sieben Organisatoren von „Rock für Tibet“ am Freitag, 7. August 2015, ab 19 Uhr am Bahnhof Quakenbrück. Foto: Birgit EckhoffFrank Uhlig ist einer der sieben Organisatoren von „Rock für Tibet“ am Freitag, 7. August 2015, ab 19 Uhr am Bahnhof Quakenbrück. Foto: Birgit Eckhoff

Quakenbrück. Frank Uhlig ist einer der sieben Initiatoren des Benefizkonzerts „Rock für Tibet“, das am Freitag, 7. August, ab 19 Uhr hinter dem Quakenbrücker Bahnhof stattfindet. Im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet er, was die Organisatoren motiviert und wofür der Erlös verwendet wird.

Das Interview im Wortlaut:

Warum unterstützen Sie gerade dieses Tibet-Projekt?

Weil es Spaß macht, in und für die Region rund um Quakenbrück eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die – mit dem Effekt, viel Gutes zu tun – von allen so positiv aufgenommen wird. Fast jeder, den wir ansprechen, ist im Rahmen seiner Möglichkeiten dabei. Die Veranstaltung „Rock für Tibet“ ist komplett auf dem Charité-Gedanken begründet. Alle liefern ihren Beitrag, ohne eine Gegenleistung zu fordern: die Musiker, das Catering, die Helferteams und Unterstützer rund um die Veranstaltung. Nur so können effektive Spendensummen zusammenkommen. Es ist immer eine Menge Arbeit. Aber wenn keiner etwas macht, dann passiert nix: Keine tolle Veranstaltung am Bahnhof in Quakenbrück und weniger Hilfe für die Menschen in Tibet.

Waren Sie bereits zu Gast in Tibet?

Nein, in Tibet war ich selbst noch nicht.

Haben Sie vor, in nächster Zeit nach Tibet zu reisen, um sich selbst ein Bild von der aktuellen Situation zu machen?

Grundsätzlich würde ich schon einmal gerne nach Tibet reisen. Allerdings braucht man dafür auch ein wenig mehr Zeit, die bei mir nicht immer vorhanden ist. Zum einen würde mich die Region landschaftlich reizen, mehr aber, noch einmal unsere Projekte dort vor Ort zu sehen. Regelmäßige Berichte bekommen wir ja immer wieder von Ulrich von Auenmüller, der recht regelmäßig in der Region unterwegs ist.

Gibt es schon weitere Ideen, um das Projekt voranzubringen?

Jede Veranstaltung ist auch mit einer Menge Arbeit verbunden. Ich denke, ich spreche da auch für meine Mitstreiter. Wir denken immer von einer Veranstaltung zur nächsten. Natürlich sehen wir uns in der Verantwortung. Das Molkereiprojekt befindet sich aktuell in der Umsetzung und muss fertiggestellt werden. Mit einer Molkerei ohne Kühe kann man auch in Tibet nichts anfangen.

Wie viel Geld wird dafür benötigt?

Speziell für das Molkereiprojekt sind noch etwa 80000 Euro nötig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 110000 Euro. Somit sind 30000 Euro schon realisiert.

Wie ist die Lebenssituation der Menschen dort?

Wir sprechen hier von einem tibetischen Flüchtlingslager in Indien, in dem mehr als 30000 Menschen leben. Die Versorgungslage ist schlecht, und natürlich gibt es keine soziale Absicherung. Dazu kommt der Umstand, dass zusätzlich viele Waisen mitversorgt werden müssen.

Wie wird das Geld dort hingelangen?

Alle durch die Veranstaltung eingenommenen Gelder und Spenden gehen von unserem Verein, dem qb-helping-hands e.V., an die tibetische Amitabha-Stiftung mit Niederlassungen in Indien, Nepal, Tibet und Deutschland. Durch unseren direkten Draht zwischen Uli von Auenmüller und der Amitabha-Stiftung klappt die Zusammenarbeit hervorragend. Es kommen monatliche Berichte, Fotodokumentationen und Abrechnungen über den Verbleib der Spenden. Viel ehrenamtliche Arbeit macht es auch da möglich, dass alle Spenden zu 100 Prozent in Indien oder Tibet ankommen.

Informationen im Internet:www.rock-fuer-tibet.de


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