Nachwuchs fehlt Quakenbrücker Schützen servieren letztes „Katerfrühstück“

Von Heinz Benken


Quakenbrück. Zum letzten Mal hatte der Neustädter Schützenbund von 1922 zu seinem karnevalistisch angehauchten „Katerfrühstück“ ins Festzelt an der Hasestraße eingeladen. Das Katerfrühstück wird seit 15 Jahren am Nachmittag serviert. Sinkende Besucherzahlen hatten damals dazu geführt, das Katerfrühstück vom Vormittag auf den Nachmittag zu verlegen. Nun aber ist mit der beliebten Veranstaltung Schluss.

Es fehlen für das vorbereitende Katerfrühstücksteam auch die Nachwuchskräfte. Die Tanzgruppen, damit auch das Männerballett, sollen aber weiterhin auftreten, allerdings dann in einem Zelt an der Schützenhalle an der Danziger Straße. Das moderierte Katerfrühstück mit Spielen, Vorträgen und Tanzeinlagen gehört jetzt aber der Vergangenheit an.

Schützenfest wird 2016 in veränderter Form gefeiert

Schützenpräsident Thomas Ludmann bedauerte bei der Verabschiedung des Frühstücksteams diese Entwicklung, dankte dabei all denen, die mit viel Engagement in den vergangenen Jahrzehnten das umfangreiche Unterhaltungsprogramm vorbereitet hatten. Er hoffte, dass das Neustädter Schützenfest in seiner neuen Form auf Zustimmung stoßen werde. (Weiterlesen: Schützenpräsident Thomas Ludmann im Interview)

Auch das letzte Katerfrühstück bestand wieder aus Spielen, Vorträgen und Tänzen. Nachdem der Präsident die neuen Majestäten vorgestellt hatte, wurde die rund dreistündige muntere Revue mit dem Kinderspiel „Sackhüpfen“ und von der Damentanzgruppe mit einem ebenso lustigen Strumpfhosentanz eröffnet.

Stadtpolitiker messen sich im „Kochduell“

Die lokale Politprominenz mit Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe, Quakenbrücks Bürgermeister Paul Gärtner und Ratsherr Matthias Brüggemann zeigte beim „Kochduell“, dass sie nicht nur vom Büfett essen, sondern es auch selbst zubereiten kann.

Das Kirchenlatein des „Heiligen Stuhl“, das „Seine Eminenz“ Matthias Brüggemann dem Publikum vorbetete, übersetzte gekonnt Katerfrühstücksteammitglied Hubert Trapka ins Deutsche, genauer gesagt, recht frei in die deutsche Sprache.

„Schwarze Katzen“ statt Bambi als Belohnung für den Auftritt

Als Belohnung für die Auftritte gab es erstmals, damit leider auch zum letzten Mal, die „Bambis“ des Katerfrühstücks in Form schwarzer „Katzen“. Nach der Spieleinlage „Bobbycar“ diente das Schubkarrenspiel zur Ermittlung des neuen Paares Mister und Misses Neustadt. Am geschicktesten erwiesen sich die neuen Titelträger Antonia und Tobias Bauch.

Danach gehörte die Show ganz dem Tanz. Die Jugendtanzgruppe begeisterte mit Hip-Hop zu den Songs „Coral Song“ und „Uptown Funk“.

Männerballett fährt doch nicht nach Hawaii

Die letzte Tanzeinlage gebührte wieder dem Männerballett mit Thomas Ludmann, Thomas Fisse, Rüdiger Thale, Heinz Bley, Hans Joachim Schröder, Marcus Meyer, Hubert Trapka, Rüdiger Sievert und Udo Wille, das sich auf einen Urlaub auf Hawaii vorbereitet hatte. Die knapp bekleideten „Damen“ aus Honolulu fanden aber beim Hula-Hula zum Paulchen Kuhn-Lied „Es gibt kein Bier auf Hawaii“, dass es in Quakenbrück doch schöner sei. Der spontan eingelegte Kurzurlaub führte dann aber doch noch ans Meer, wo die Aktiven zu Achim Reichels „Aloha Heja He“ kräftig ins Rudern gerieten.