Genehmigung erforderlich Landkreis prüft Quakenbrücker Vogelspinnen-Fall

Von Elisabeth Gadeberg

Diese Vogelspinne war in Quakenbrück ihrem Halter ausgebüxt. Foto: PrivatDiese Vogelspinne war in Quakenbrück ihrem Halter ausgebüxt. Foto: Privat

Quakenbrück. Eine ausgebüxte Vogelspinne hat Bewohnern des Quakenbrücker Feriendorfes einen gehörigen Schrecken eingejagt. Jetzt nimmt das Ordnungsamt Stellung.

Eine Bewohnerin hatte die Vogelspinne beim Bau eines Gartenteichs unter einem Stein entdeckt. Das Tier wurde mit einer Schippe in einen Eimer befördert, bevor die Polizei gerufen wurde. (Weiterlesen: Vogelspinne in Quakenbrücker Feriendorf ausgebüxt)

Der Besitzer wurde ausfindig gemacht und holte seine Spinne wieder ab. Nicht jeder darf Vogelspinnen halten. Nach Angaben des Ordnungsamtes richte sich die Haltung einer Vogelspinne in Niedersachsen nach der Gefahrtierverordnung.

Danach sei es verboten, nicht gewerblich unter anderem tropische Giftspinnen zu halten. Zu diesen gehöre auch die Vogelspinne. Der Kreis könne Ausnahmen genehmigen, wenn keine Gefahr für Dritte entstehe und gewährleistet sei, dass der Tierhalter vom Kreis festgelegte Gegenmittel und Behandlungsempfehlungen bereithalte.

Das Veterinäramt des Landkreises sei über den Fall informiert. Die Samtgemeinde Artland habe am Freitag versucht, den Halter zu kontaktieren, ihn jedoch nicht angetroffen. Er sei allerdings am Montag im Team Ordnung vorstellig geworden.

Ob er eine Genehmigung hat, die Vogelspinne zu halten, und ob er sie behalten darf, werde derzeit geprüft.