Erfolg für 23 junge Erwachsene Haupt- und Realschulabschluss in Quakenbrück gemacht

Freuen sich über ihre Ergebnisse: 23 junge Männer und Frauen, die an der VHS Osnabrücker Land ihren Haupt- oder Realschulabschluss nachgeholt haben. Foto: VHSFreuen sich über ihre Ergebnisse: 23 junge Männer und Frauen, die an der VHS Osnabrücker Land ihren Haupt- oder Realschulabschluss nachgeholt haben. Foto: VHS

Quakenbrück. 23 junge Erwachsene haben sich neue Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg erarbeitet und den Haupt- oder Realschulabschluss nachgeholt. Sie nutzten das einjährige Kursangebot der Volkshochschule Osnabrücker Land (VHS), das in den Räumen des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes im Mehrgenerationenhaus in Quakenbrück stattfand.

Bei der Abschlussfeier gratulierte Christa Rapp, VHS-Programmbereichsleiterin Grundbildung/Zweiter Bildungsweg, den Absolventen und hob hervor, dass der Weg über den Zweiten Bildungsweg meist schwieriger sei als an der Regelschule.

„Viele Schüler müssen neben dem Unterricht an der VHS arbeiten, tragen Verantwortung für Familie und bewältigen in kurzer Zeit ein umfangreiches Lernpensum“, betonte Rapp. Und dieses Pensum müssten die Absolventen innerhalb kurzer Zeit wieder abrufen, da im Zweiten Bildungsweg jedes einzelne Fach von einer Kommission der Landesschulbehörde überprüft werde. „Und dies ist Ihnen sehr gut gelungen, wie aus den vielen sehr guten Zeugnissen hervorgeht. Das verdient großen Respekt“, würdigte Rapp die Leistungen der Schülergruppe. Sie bedankte sich bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben: „Nichts kann ohne das Netzwerk vor Ort gelingen. Wir können hier auf die Unterstützung der Maßarbeit, der Mitarbeiter des evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes und der Samtgemeinde Artland bauen.“

Angebot seit zehn Jahren

Das Angebot des nachträglichen Erwerbs von Haupt- und Realschulabschluss im Mehrgenerationenhaus wird seit etwa zehn Jahren angeboten. Seitdem haben 75 Personen den Hauptschulabschluss und 110 den Realschulabschluss erworben. „Das ist gut für unsere Region“, betonte Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe. Er zitierte ein iranisches Sprichwort: „Geduld ist ein Baum, dessen Wurzeln bitter sind, dessen Frucht aber sehr süß ist.“

Verabschiedet wurde neben den Schülern auch Elfriede Brunken. Die Leiterin der Oberschule Artland hatte sechs Jahre lang zusätzlich die Aufgabe des Vorsitzes der von der Landesschulbehörde bestellten Prüfungskommission wahrgenommen. „Ich habe das sehr gerne getan und habe mich immer wieder gefreut, ehemaligen Schülern meiner Schule auf diese Weise doch noch ein Zeugnis überreichen zu können“, erklärte Brunken.

Klassenlehrer Clemens Wolf verabschiedete sich, indem er eine Schaffnermütze der Bahn aufsetzte und mit einem Signalflügel den Absolventen die Richtung wies: „Entscheiden Sie sich an Weichen für den richtigen Weg. Vermeiden Sie Abstellgleise!“ Dann gab er freie Fahrt für den Lebenszug der Schüler und wünschte ihnen viel Glück und Erfolg.


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