Hans-Gert Pöttering am AGQ Quakenbrück: Lea Ruthmann erhält Europapreis 2015

Der Europapreis 2015 geht an Lea Ruthmann. Überreicht haben ihn Hans-Gert Pöttering (links) und Ludger Figura. Foto: Katharina PreuthDer Europapreis 2015 geht an Lea Ruthmann. Überreicht haben ihn Hans-Gert Pöttering (links) und Ludger Figura. Foto: Katharina Preuth

Quakenbrück. Den Hans-Gert-Pöttering-Europapreis bekommt Lea Ruthmann, Schülerin am Artland Gymnasium Quakenbrück (AGQ). Die Elftklässlerin beschäftigte sich in ihrer Facharbeit mit einem Vergleich der Gebärdenspache in Frankreich, Österreich und Deutschland. Im Anschluss an die Preisvergabe stellte sich Pöttering Schülerfragen zum Thema Europa.

Zehnjähriges Jubiläum feiert der Europaprei s, der jährlich von der Stiftung AGQ vergeben wird. Schüler, die sich im besonderen Maße mit Europa beschäftigt haben, bekommen den Preis verliehen. In diesem Jahr überreichte Ludger Figura, Vorsitzender der Stiftung, den Preis an Lea Ruthmann. Nach einem Praktikum beim Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte hat sich die Schülerin im Rahmen ihrer Facharbeit mit der Mobilität von Gehörlosen auseinandergesetzt. Auf der Basis ihrer Recherche stellte sie dann einen Vergleich an zwischen der französischen, österreichischen und deutschen Gebärdensprache. Sie arbeitete nationale Unterschiede und Gemeinsamkeiten heraus. Zum Beispiel fiel ihr auf, dass Franzosen lebhafter gestikulierten.

Im Anschluss an die Vergabe des Euroopapreises folgte ein kurzes Gespräch zwischen dem ehemaligen Europapolitiker und der AGQ Politiklehrerin Bernadette Barwig. Den Anlass hierzu bildete das im letzten Jahr erschienene Buch: Wir sind zu unserem Glück vereint- Mein europäischer Weg, von Hans-Gert Pöttering. Hier schreibt er im ersten Teil auch über seine Jugendjahre am Artland Gymnasium und seiner Rolle als Faust. Pöttering machte 1966 an der Quakenbrücker Schule sein Abitur.

Viel Zeit nahm er sich für die Fragen der Schüler zum Thema Europa. Dabei ging es, anders als erwartet, nur kurz um Griechenland. Das Interesse der Neunt- bis Elftklässler war breit gefächert. Sie wollten wissen wie Pöttering zum Handelsabkommen zwischen Europa und den USA steht, wie er den wachsenden Rechtsextremismus in den europäischen Staaten beurteilt und seine Meinung zur Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren interessierte sie. Ausführlich antwortete er den aufgeweckten Schülern. Pöttering war von 2007 an zweieinhalb Jahre Präsident des europäischen Parlaments. Heute ist er Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.


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