Tolles Konzert zum Jubiläum Burgmannskapelle Quakenbrück besteht 35 Jahre

Von Albert Schmidt

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Quakenbrück. Auch der letzte Platz war in der neuen Aula des AGQ besetzt, als die Burgmannskapelle ein wahrlich begeisterndes Jubiläumskonzert gab. 35 Jahre Musik vom Feinsten für Quakenbrück und die Region: Das Orchester spielte nicht nur auf hohem Niveau, es brannte ein Feuerwerk ab. Das Publikum antwortete mit prasselndem Beifall.

Grußworte – locker, aber herzlich – richtete 1. Vorsitzender Rainer Calvelage an Stadtdirektor Claus Peter Poppe, Günter Schuhriemen, Dieter Schlüwe und Karl-Heinz Ast vom Kreis- und Landesmusikverband, die Geistlichkeit sowie Paul Gärtner, der die kulturelle und ehrenamtliche Arbeit des Vereins würdigte: „Ein Bürgermeister kommt nicht mit leeren Händen“, scherzte er und übergab ein „gehaltvolles“ Präsent.

Lange mussten Musikliebhaber nicht ausharren: Mit „Rutabaga Rumble“ von Michael Sweeney – sehr dynamisch: Dirigent Victor Göbel – und „Good time“ von Carly Jae Repsen überzeugte das Jugend- und Ausbildungsorchester; der Funke sprang sofort über. Das Angebot Göbels sei, „über neue Sounds und Instrumente hinzukommen zur Big Band oder auch Jazz und Funk-Musik“, betonte Calvelage.

Die Burgmannskapelle selbst stürmte die Bühne „mit einem Querschnitt durch 35 Jahre“, verkündete der Moderator. „The Young Amadeus“, der unsterbliche Radetzky-Marsch von Johann Strauß, Vaclav Kauckys „Rauschende Birken“ oder „The second Waltz“ von Dimitri Schostakowitsch, schon 1998 sehr „risikobewusst“ in Angriff genommen mit Andrè Rieu als Vorbild: All das war anspruchsvolle und zugleich mitreißende Musik, perfekt instrumentalisiert von einem Orchester, das auch Frank Sinatras weltberühmtes „New York, New York“ mit viel Gefühl zu spielen verstand.

Interpretationen der jüngeren Rock- und Popgeschichte folgten – nicht weniger kreativ und begeisternd. Erinnerungen stiegen auf bei „Imagine“ von John Lennon. „Sein Herz schlug nicht nur für die Musik, sondern auch für den Frieden“, fand Moderatorin Maike Calvelage die richtigen Worte für den ermordeten Beatles-Gründer. Ein Portrait von Carlos Santana mit wechselnden Tempi und schwierigen Übergängen, die beinahe professionell bewältigt wurden, verzückte Santana-Fans.

Und dann sogar die „Bohemian Rhapsody“ von Freddy Mercury, „faszinierend in musikalischer Hinsicht mit verschiedenen Abschnitten wie Ballade, Gitarren-Solo, Opern-Parodie und Hard Rock“, versprach Maike Calvelage. „Billie Jean“ erinnerte an den überragenden und exzentrischen Sänger und Entertainer Michael Jackson. Mit dem Medley „Total Toto“ überraschte die Kapelle ebenso wie mit „Groove Academy“ (Originalkomposition Marcus Götz) – ein wahrer Ohrenschmaus.

Teil 3: Das heiß ersehnte große Wunschkonzert. Platz fünf gehörte Udo Jürgens, dann kam („Das hatten wir erwartet !“) Helene Fischer mit dem Medley „Farbenspiel Mix“. Freudenschreie bei den ersten Klängen von Abba mit „Fernando“ oder „The winner takes it all“. Der Saal raste beim Song auf Platz zwei: Magnus Theisling brachte „I sing a Liad für Di“ von Andreas Gabalier so überzeugend rüber, dass er mit Beifall überschüttet wurde. Auf den ersten Platz schaffte es „Trompetenecho“.

Langanhaltender Beifall belohnte die Burgmannskapelle, die mit der „erklatschten“ Zugabe „Tage wie diese“ für einen treffsicher ausgesuchten Höhepunkt sorgte.

Solisten: Alexander Bobe (zweimal), Wiebke Behling, Matthias Brockschmidt, Leonard Bruns, Mathilda Bruns, Anna-Lena Fisse, Steffen Hermes, Johannes Fels, Nicole Hoffmeyer, Michelle Hohnhorst, Oliver Löhr, Karin Portala, Sophie-Therese Schlüter, Sara Völker.

Klaus Möller aus Quakenbrück gewann den Tombola-Hauptpreis – ein Fahrrad.


Vor großer Kulisse ehrte Karl-Heinz Ast Alexander Bobe (10 Jahre), Nicole Hoffmeyer (20 Jahre) sowie Rüdiger Mieck und Rudolf Czerch für je 35 Jahre Mitgliedschaft und Vorstandsarbeit in beziehungsweise für die Burgmannskapelle. 45 Jahre macht Friedhelm Dallmann Musik; belohnt wurde er mit der Landesehrennadel in Gold. „Großer Bahnhof“ und viel Applaus dann für 25 Jahre Vorstandsarbeit für Rainer Calvelage. Mit der Verdienstmedaille in Gold mit Diamant ehrte der Bundesverband sein langjähriges Engagement für die Burgmannskapelle.

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