Hasetal braucht Platz Quakenbrücker Draisinenbahnhof im alten Stellwerk?

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Quakenbrück. Nach der Eröffnung des Draisinenbahnhofes auf dem westlichen Bahngelände Anfang April 2014 machen sich Stadt Quakenbrück und Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal inzwischen schon Gedanken über eine Erweiterung des Geländes. Auch das alte Stellwerk auf dem früheren Bahngelände spielt bei den aktuellen Überlegungen eine Rolle.

Der Stand der Dinge: Im Frühjahr vergangenen Jahres war der Draisinenbahnhof des Zweckverbandes Erholungsgebiet Hasetal vom Stadtrand in die Nähe des Bahnhofs verlegt worden. Dazu wurden rund 1,1 Kilometer Gleise verlegt und ein neuer Radweg, der wie die Draisinenstrecke parallel und durch einen Zaun geschützt zur Bahnstrecke Osnabrück–Oldenburg verläuft, gebaut. Durch das Zusammenrücken verspricht sich die Hasetal-Touristik eine Erhöhung der Nutzerzahlen, zumal der Umstieg von Bahn auf Draisine nun noch bequemer geworden ist.

Die Pläne: Für ihr Angebot brauchen die Touristiker allerdings Platz. Deshalb hat der Zweckverband Anfang Februar beantragt, auf dem gepflasterten Draisinenbahnhof, der einen Zugang von der früheren Ladestraße besitzt und gleich an den Fußgängertunnel angrenzt, vier Container aufstellen zu dürfen. Die braucht er als abschließbare Unterstände für Fahrräder, E-Bikes, Spaßräder und das Schienenauto sowie für Toiletten. Der Zweckverband möchte sein Angebot am Draisinenbahnhof bündeln und dort alle Fortbewegungsmittel an einem Standort zentral anbieten.

Die Diskussion: Die Fraktionen im Stadtrat begrüßen das Vorhaben. Allerdings hätten sie angemerkt, dass die Unterstellmöglichkeiten auf dem Draisinenbahnhof einen gewissen gestalterischen Anspruch erfüllen müssten, wie stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller im Ausschuss für Planen und Bauen berichtete. Soll heißen: Weil auf dem früheren Bahngelände in den kommenden Jahren eine hochwertige Wohnbebauung entwickelt werden solle, seien Container als Blickfang nicht die ideale Wahl.

Die Ideen: Inzwischen hat es mehrere Gespräche zwischen den Fraktionsvorsitzenden, der Stadtverwaltung und dem Geschäftsführer der Hasetal-Touristik, Wilhelm Koormann, gegeben. Zunächst hatte Andreas Henemann, Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen und Architekt, den Vorschlag unterbreitet, die benötigten Container unter einem Dach zusammenzufassen. Das sei erforderlich, „weil die Container dort nicht auf Dauer hinpassen und alles andere als einladend aussehen“.

Alternativ entwickelten die Beteiligten die Idee, ob das alte und schon seit Jahren nicht mehr genutzte Stellwerk auf dem Gelände für diese Zwecke zu nutzen sei. Die Größe des Klinkerbaus, so berichtete Henemann in der Ausschusssitzung von ersten Untersuchungen, sei groß genug für Zwecke des Draisinenbahnhofs. Diese Lösung habe überdies einen gewissen Charme, weil ein altes Gebäude wieder einer Funktion zugeführt würde.

Die Entscheidung: Der Bauausschuss empfiehlt dem Stadtrat, die Container für maximal zwei Jahre als Provisorium zu gestatten und darüber einen Nutzungsvertrag abzuschließen. In dieser Zeit sollten Stadt und Zweckverband Hasetal eine Lösung für den Draisinenbahnhof suchen: entweder eine Erweiterung am bisherigen Standort oder aber ein Umzug in das alte Stellwerk.

Letzteres wiederum bedeutet, dass die Stadverwaltung einen Architekten beauftragen muss, der das stillgelegte Bahnbetriebsgebäude zunächst genau untersucht. „Es müssen die Kosten ermittelt werden, die für eine Instandsetzung und für einen Umbau für Zwecke des Draisinenbahnhofs entstehen“, sagte Frank Wuller.


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