Schlüsselübergabe Artland-Gymnasium Quakenbrück hat eine neue Aula

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Artland Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Den Schlüssel für die AGQ-Aula (im Hintergrund) überreichte Architekt Andreas Küpker (Vierter von links) an die Hausherren. Mit dabei (von links): Volker-Theo Eggeling (SPD-Kreistagsabgeordneter), Stefan Muhle (Erster Kreisrat), Landrat Michael Lübbersmann, Schulleiter Manfred Ernst und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe. Foto: Christian GeersDen Schlüssel für die AGQ-Aula (im Hintergrund) überreichte Architekt Andreas Küpker (Vierter von links) an die Hausherren. Mit dabei (von links): Volker-Theo Eggeling (SPD-Kreistagsabgeordneter), Stefan Muhle (Erster Kreisrat), Landrat Michael Lübbersmann, Schulleiter Manfred Ernst und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Mit einem kleinen Festakt ist die neue Mehrzweckhalle des Artland-Gymnasiums Quakenbrück (AGQ) am Donnerstagnachmittag offiziell in Dienst gestellt worden. 2,25 Millionen Euro hatte der Landkreis Osnabrück als Schulträger für den Neubau bereitgestellt.

Der Geruch des Neuen liegt in der Luft, als die Gäste die rund 1300 Quadratmeter große Schulaula betreten. Die Tribünen sind teilweise ausgefahren. Auf der Bühne stehen die Schüler der Musical-AG, die wie Schulband und Theater-AG zwischen Reden und Schlüsselübergabe hörens- und sehenswerte Akzente setzen. Nur die Stühle musste die Stadt besorgen, denn die richtigen sind noch nicht geliefert worden.

Schulleiter Manfred Ernst sorgt auf der Bühne am Rednerpult gleich zu Beginn mit einer Bemerkung für Erstaunen: „Das ist der gleiche Effekt wie in der alten Aula: Ich sehe Sie nicht“, merkt er schmunzelnd an, weil er wie auch Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe in ein „schwarzes Nichts“ blickt. Das aber ist auch die einzige Erinnerung an den 1967 errichteten Vorgängerbau, der im Sommer 2013 wegen baulicher Mängel und seines speziellen „Geruchsproblems“ abgerissen werden musste. „Wir sind sehr froh, wieder eine Aula zu haben“, sagt der Schulleiter, und Erleichterung schwingt hörbar mit. Er dankt dem Landkreis für die Investition, in der Ernst erkennt, „dass sich der Kreis zum AGQ bekennt und es erhalten möchte“. In Zeiten schulpolitischer Debatten sei das ein „sehr wichtiges Zeichen“.

Für den Schulleiter ist klar: Ohne AGQ sähe es im Artland schlecht aus. Die Schule mit ihrer langen Tradition sei ein fester Bestandteil der Samtgemeinde. Deshalb sei die gefundene Lösung für die neue Aula nur zu begrüßen: Die stehe zwar vorrangig der Schule zur Verfügung, aber auch Veranstaltern von Kultur, wie dem Kulturring und den Quakenbrücker Musiktagen. Die Übergabe des modernen Baus mit seinen vielfältigen Möglichkeiten setze den Schlusspunkt „hinter drei entbehrungsreichen Jahren ohne Aula“, sagt Ernst. Er freue sich auf die Nutzung für Schulzwecke. Am Montag werden hier die Abiturklausuren geschrieben, am übernächsten Wochenende gibt die Burgmannskapelle hier ihr Konzert.

Landrat Michael Lübbersmann hebt hervor, dass Schulen eine optimale Ausstattung benötigten, um gute pädagogische Arbeit zu leisten. In Quakenbrück sei mit der Aula zudem ein „hervorragendes Ambiente“ geschaffen worden. Die Aula werde wie der Vorgängerbau zu einem „Ort der Kultur“ für Stadt und Samtgemeinde. Die Entscheidung für den Neubau sei richtig gewesen.

Eine Sanierung des Altbaus, kalkuliert mit Kosten von 2,75 und 3 Millionen Euro, hätte nach Ansicht des Landrates „nur ein altes Gebäude aufgepeppt“, nicht aber dessen alten Charme beseitigt. „Wir haben ein neues Gebäude, eine halbe Million Euro gespart – wenn das kein Erfolg ist“, lächelt Lübbersmann. Ein Dank geht an die Samtgemeinde Artland, die sich mit einer halben Million Euro an den Baukosten von 2,25 Millionen Euro beteiligt hatte, sie stammten zum Teil aus dem Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“.

Mut habe am Anfang gestanden, Glück am Ende, zitierte Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe den griechischen Philosophen Demokrit. Mut habe der Kreis mit dem Votum für den Neubau bewiesen, Glück hätten Samtgemeinde und Kulturschaffende, die am Ende die Aula auch für ihre Zwecke nutzen könnten. Denn die habe mit ihrer multifunktionalen Nutzung eine „herausragende Bedeutung für Stadt und Samtgemeinde“. Auch Poppe sieht die Investition als „ein Zeichen für die Bestandssicherung des AGQ“.

Dann war Architekt Andreas Küpker an der Reihe. Er lobte alle Beteiligten, die eine „saubere handwerkliche Arbeit abgelegt haben“. Sein Fazit: Am altehrwürdigen Artland-Gymnasium sei etwas Zukunftsträchtiges geschaffen worden.

Ach ja: Wenn es nach Schulleiter Manfred Ernst geht, soll künftig gar nicht mehr von Mehrzweckhalle, so der bisherige offizielle Sprachgebrauch, die Rede sein. Er plädierte für „AGQ-Aula“ .


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN