Fraktion schlägt Runden Tisch vor CDU Quakenbrück: Bonnus-Geburtshaus bis 2017 sanieren

Die CDU-Stadtratsfraktion setzt sich für den Erhalt des Geburtshauses von Hermann Bonnus in der Goldstraße ein. Zurzeit macht es einen heruntergekommenen Eindruck. Foto: Christian GeersDie CDU-Stadtratsfraktion setzt sich für den Erhalt des Geburtshauses von Hermann Bonnus in der Goldstraße ein. Zurzeit macht es einen heruntergekommenen Eindruck. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Die CDU-Fraktion im Stadtrat spricht sich dafür aus, das Geburtshaus des Reformators Hermann Bonnus bis 2017 instand zu setzen. In diesem Jahr jährt sich die Reformation in Deutschland zum 500. Mal.

1504 wurde der Reformator Hermann Bonnus in Quakenbrück in der Goldstraße geboren. Das Geburtshaus steht noch – befindet sich aktuell jedoch in einem schlechten baulichen Zustand. Das soll sich ändern, fordert die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Quakenbrück.

„Im Jahr 2017 jährt sich die Reformation in Deutschland zum 500. Mal. Dies ist aus Sicht der Christdemokraten ein guter Anlass, sich nicht nur der Geschichte der Reformation in Quakenbrück, sondern auch dem Wirken des Reformators Bonnus zu widmen“, wird stellvertretender Stadtbürgermeister Gerd Meinecke (CDU) in einer Pressemitteilung zitiert. Meinecke, der auch Vorsitzender der evangelisch-lutherischen St.-Sylvester-Gemeinde in Quakenbrück ist, bezeichnete es als „städtischen Schatz“, dass das Geburtshaus des Reformators in zentraler innerstädtischer Lage über die Jahrhunderte erhalten geblieben sei.

Hermann Bonnus wirkte unter anderem als Reformator in Lübeck und formulierte eine reformatorische Kirchenordnung für die Stadt und das Hochstift Osnabrück. In Quakenbrück erinnert die „Bonnus-Bibel“ im Eigentum der St.-Sylvester-Gemeinde, das Gemeindezentrum „Bonnus-Haus“ und eine Straßennennung im sogenannten „Rote-Tinte-Viertel“ an den Sohn der Stadt.

„Auch als katholischer Christ werbe ich für eine Instandsetzung des Bonnus-Geburtshauses“, schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Calderone. Es eigne sich, einen Teil Quakenbrücker Stadtgeschichte greifbar zu machen. Calderone führte weiter aus, dass die CDU in dieser Sache bereits Gespräche mit der St.-Sylvester-Kirchengemeinde, dem Stadtmuseum Quakenbrück und dem Denkmalschutz geführt habe.

Idee einer Stiftung

Denkbar sei aus Sicht der CDU der Erwerb des Gebäudes durch eine Stiftung, die anschließende Sanierung unter Zuhilfenahme von Mitteln aus dem Denkmalschutz sowie eine Nutzung, die dem Geburtsort des Reformators Rechnung trage, aber nicht zu übermäßigen wiederkehrenden Kosten der öffentlichen Hand führe.

Auf alle Fälle könne sich das Fachwerkgebäude zu einem neuen, auch touristischen Anlaufpunkt in Quakenbrück entwickeln, sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Matthias Brüggemann. Er kündigte einen öffentlichen „Runden Tisch“ der CDU an, in dessen Rahmen sich Interessierte und mögliche Akteure über die vielen noch zu klärenden Fragen fachlich austauschen sollten, um in einem transparenten Prozess Vorteile, Risiken und Aufgaben darzustellen.