Gesamterlebnis Kino Löninger Kinomuseum bietet unterhaltsame Stunden

Von Heinz Benken


Löningen. Drei Jahre alt ist jetzt das Löninger Kinomuseum. Im zurückliegenden Jahr haben rund 3000 Besucher die größte kinotechnische Sammlung Deutschlands erlebt. Geschäftsführerin Brigitte Konert hat für das Kinomuseum ein Konzept entwickelt, das den Besuchern mehr bietet als nur einen Rundgang entlang der 300 Exponate aus mehr als 100 Jahren Kinotechnik. So werden heute die Führungen durch die Sammlung des 1996 verstorbenen Löninger Arztes Heinz Dobelmann ergänzt durch Filmvorführungen und kulinarische Angebote.

Heinz Dobelmann hatte als passionierter Sammler und Kenner unzählige Objekte zur Kinotechnik und Kinogeschichte des 20. Jahrhunderts zusammengetragen. Zu den einzigartigen Kinoprojektoren, die alle noch funktionstüchtig sind, gehört auch der letzte noch intakte Mechau-Projektor.

„Für Einzelbesucher lohnt sich besonders der Donnerstagnachmittag zwischen 15 und 18 Uhr ,” erläutert Brigitte Konert. “Dann bieten die Experten des Kinomuseums einen Rundgang durch die Sammlung an, die Gäste können im Filmcafé einen Film sehen und Kaffee und Kuchen genießen.” Für Besuchergruppen ist das kulinarische Angebot noch umfangreicher. Das Filmcafé serviert auf vorherige Bestellung Frühstück, Brunch, Suppen, Kuchen oder selbst gebackenen Stuten, Fingerfood, warme Speisen und Menüs und sogar eine Feuerzangenbowle. Jeden Monat gibt es zusätzliche kulinarische Highlights – in den Wintermonaten auch ein deftiges Grünkohlessen. Das Kinomuseum wolle den Besuchern das „Gesamterlebnis Kino“ gleichzeitig in informativer und unterhaltsamer Weise erlebbar machen, betont Konert.

Die Führung durch das Kinomuseum erfolgt in drei Abschnitten. Zunächst wird an einzelnen Objekten gezeigt, wie die Bilder laufen lernten und Einblick in das Innenleben der Filmprojektoren gegeben. „Die Besucher dürfen anfassen und mitmachen”, unterstreicht Brigitte Konert. Dann gibt es im Hauptbereich des Museums ein Wiedersehen mit dem Sammler Heinz Dobelmann und dem Showmaster Rudi Carrell bei einem Ausschnitt aus der früheren Fernsehserie „Laß dich überraschen.”

Danach können die Besucher erleben, wie Filmmusik am Pianola erklingt, mit dem früher Stummfilme musikalisch untermalt wurden. Es folgt die Vorstellung einiger Highlights der kinotechnischen Sammlung aus der Zeit von 1890 bis zum digitalen Kinozeitalter. Zum Abschluss können sich die Gäste im nostalgischen Kleinkino einen Kurzfilm anschauen. Der abwechslungsreiche Besuch klingt im Filmcafé aus bei selbst gebackenem Kuchen, Kaffee und anderen Köstlichkeiten.

Geöffnet ist das Kinomuseum in der Langenstraße 24 mittwochs bis freitags und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Das Film-Café bietet donnerstags von 15 bis 18 Uhr Kaffee und Kuchen, Film und Führung an. Individuelle Führungen sind jederzeit unabhängig von den Öffnungszeiten buchbar.


Terminabsprachen: Brigitte Konert,Telefon 05432/5958238 und Telefon 01776466290, E-Mail: info@historische-kinotechnik.de, Internet: www.historische-kinotechnik.de