Baugenehmigung erteilt Kreis sagt Ja zu vier Windrädern in Menslage

Der Landkreis Osnabrück hat in einer Vorrangfläche für Windenergie im Menslager Ortsteil Borg den Bau von vier Windrädern genehmigt. Foto: dpa/ArchivDer Landkreis Osnabrück hat in einer Vorrangfläche für Windenergie im Menslager Ortsteil Borg den Bau von vier Windrädern genehmigt. Foto: dpa/Archiv

Menslage. Der Landkreis Osnabrück hat den Bau von vier Windrädern im Menslager Ortsteil Borg genehmigt. Damit erhält die Firma Syntec Bioenergie GmbH mit Sitz in Emstek (Landkreis Cloppenburg) grünes Licht für den Bau eines Windparks im Herberger Feld. Die Genehmigung sei am 1. Dezember erteilt worden, berichtete die Osnabrücker Kreisverwaltung auf Anfrage.

Demnach können auf dem 35 Hektar großen Gebiet, westlich des Herberger Zuschlags, nördlich der Straße Letzte Lage und südlich der Gemeindegrenze zu Löningen gelegen, vier Windräder des Typs Enercon E-115 mit einer Nabenhöhe von 149 Metern und einer maximalen Gesamthöhe von rund 207 Metern errichtet werden. Der Rotordurchmesser beträgt 115 Meter, die Nennleistung liegt bei 3000 Kilowatt.

Wie die Kreisverwaltung mitteilte, hatte die Firma Syntec Bioenergie GmbH den Bauantrag bereits Ende Dezember 2013 gestellt. Allerdings sei dieser zum damaligen Zeitpunkt noch unvollständig gewesen. Inzwischen seien die erforderlichen Unterlagen nachgereicht und geprüft worden.

Am Genehmigungsverfahren sind nach Angaben von Kreissprecher Burkhard Riepenhoff fünf Anwohner, ein Windparkbetreiber und ein Naturschutzverband beteiligt worden. Das Verfahren sei aufgrund der Windparkgröße nicht öffentlich mit einer Vorprüfung der Umweltverträglichkeit verbunden gewesen. Ein Gutachten zu Immissionen wie Schall und Schattenwurf belege, dass die geltenden Richt- und Grenzwerte in der Nachbarschaft eingehalten würden. Gleichzeitig sei der Artenschutz begutachtet und über einen landschaftspflegerischen Begleitplan der Eingriff in die Natur und das Landschaftsbild bilanziert worden, so Riepenhoff. „Entsprechende Ausgleichsmaßnahmen wurden angeordnet.“ Ein Widerspruch gegen die erteilte Baugenehmigung ist nach seinen Worten bisher nicht eingegangen.

Bevor der Antragsteller jedoch mit dem Bau der vier Rotoren beginnen kann, sind noch einige Bedingungen zu erfüllen. Vor Baubeginn muss der Antragsteller beim Landkreis Osnabrück als zuständige Bauaufsichtsbehörde eine sogenannte Rückbaubürgschaft hinterlegen. Die Höhe beträgt nach Informationen der Redaktion 50000 Euro pro Anlage und wird für einen eventuellen Rückbau der Windenergieanlagen verlangt. Ferner seien verschiedene aufschiebende Bedingungen zur Statikprüfung, zur Baugrunduntersuchung und zum wasserrechtlichen Verfahren formuliert worden, so der Landkreis.

Proteste gibt es in Menslage aber gegen einen weiteren geplanten Windpark östlich des Herberger Zuschlags.


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