Öhm-Projekt UN-Dekade-Projekt Einsatz für biologische Vielfalt im Artland

Das Landkärtchen ist nicht etwa eine kleine Landkarte, sondern der Name dieses bezaubernden Schmetterlings, dem Natur im Garten ebenfalls zugute kommt. Foto: ÖhmDas Landkärtchen ist nicht etwa eine kleine Landkarte, sondern der Name dieses bezaubernden Schmetterlings, dem Natur im Garten ebenfalls zugute kommt. Foto: Öhm

Menslage. Das Projekt „Systematisches Erfassen der Artenvielfalt vor der Haustür & Öffentlichkeitsarbeit zur Biodiversität“ von Hannes und Gerrit Öhm wurde von der UN-Dekade-Delegation Biologische Vielfalt als „UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt 2014“ ausgezeichnet. Das Ziel der Dekade ist es, Projekte und Beiträge vorzustellen, die sich bereits in vorbildlicher Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Die Auszeichnung wird für zwei Jahre vergeben.

Der Begriff „Biologische Vielfalt“, oder auch „Biodiversität“ beinhaltet die Vielfalt der Lebewesen, die genetische Vielfalt sowie die Vielfalt der verschiedenen Lebensräume. Wir profitieren in vielfältiger Weise von der Biodiversität: Die Insekten, die unsere Lebensmittel bestäuben, sind ebenso wichtig wie die Mikroorganismen, die den Ackerboden fruchtbar machen. Viele Krankheiten können nur behandelt werden, weil in neu entdeckten Tier- und Pflanzenarten medizinisch nutzbare Stoffe gefunden wurden.

Eine vielfältige Landschaft bietet zudem eine Umgebung, die zum Entspannen und Entdecken einlädt. Nicht umsonst sind Gebiete mit großer biologischer Vielfalt auch für den Tourismus von Bedeutung.

Auch die Kulturlandschaft des Artlandes bietet eine Lebensraumvielfalt. Für den Erhalt der hier lebenden Tier- und Pflanzenarten lohnt es sich, sich einzusetzen:

In Kooperation mit Sielmanns Natur-Rangern wurden zwei Wildblumenwiesen auf kommunalen Flächen in Quakenbrück angelegt. Dies fördert die städtische Biodiversität und soll gleichzeitig zur Anlage von Wildblumenwiesen anregen. Bei öffentlichen Führungen und Vorträgen hatten Interessierte die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren.

Hierdurch, sowie durch Presseberichte, konnte das Verständnis gefördert sowie eine größere Akzeptanz geschaffen werden. Veranstaltungen des Ferienprogramms der örtlichen Gemeinden boten die Möglichkeit, auch jüngeren Altersgruppen den Lebensraum Wiese näher zu bringen. Mehrere Privatpersonen wurden von den Projekten mittlerweile dazu angeregt, der Natur in ihrem Garten etwas Platz zu geben. Hannes Öhm hat nun ein Studium Generale in Tübingen aufgenommen, Gerrit Öhm studiert Biodiversität an der Uni Göttingen. Der Kontakt zum Artland bleibt jedoch bestehen.

Das Artland-Gymnasium Quakenbrück (AGQ) ist als Partner des UN-Dekade-Projektes vor Ort: So wurden zwei Wiesen angelegt, die nun von der AG „Natur erleben“ untersucht werden. Es werden Exkursionen und Vorträge mit der Naturkundlichen Arbeitsgemeinschaft zu biodiversitätsrelevanten Themen durchgeführt. Eine Kooperation besteht nun schon seit einigen Jahren und soll als Möglichkeit dienen, das Projekt im Artland weiter zu führen. Es besteht Kontakt zur Initiative Bunte Wiese Tübingen, deren Netzwerk zur Weiterentwicklung genutzt wird.