Bund fördert Sanierung Eine Viertel Million Euro für Quakenbrücker Kirche


Quakenbrück. Am Freitag machte sich der Bundestagsabgeordnete André Berghegger mit dem Auto auf den Weg von Berlin nach Quakenbrück. Mit im Gepäck hatte er eine frohe Botschaft für die Kirchengemeinde St. Sylvester: Der Bund fördert die Sanierung der Sylvesterkirche mit 250000 Euro.

Pastor Wolfgang Thon-Breuker und Kirchenvorstandsvorsitzender Gerd Meinecke ahnten nicht, als André Berghegger das renovierte Hermann-Bonnus-Haus betrat, dass er kurz darauf eine gute Nachricht überbringen wird. „Der Bund beteiligt sich an der Sanierung der Sylvesterkirche mit Mitteln in Höhe von bis zu 250000 Euro“, sagte der Bundestagsabgeordnete, der im Haushaltsauschuss in Berlin sitzt und sich dort für Projekte vor Ort einsetzt. Thon-Breuker und Meinecke bedankten sich bei Berghegger und sprachen davon, dass die Maßnahme vom Bund nun der Startschuss sei, dass das Projekt – die Sanierung der St.-Sylvester-Kirche – nun weiter vorangetrieben werde.

Eine erste Baumaßnahme hat die Kirchengemeinde bereits abgeschlossen. So ist einerseits seit drei Wochen eine neue Heizung installiert, andererseits fanden im Außenbereich Reparaturen an Türen, Eingangsbereichen und Dächern statt, was etwa 160000 Euro gekostet hat. „Das haben wir aus Kirchenkreis- und Eigenmitteln finanziert“, sagte Pastor Thon-Breuker.

Allerdings ist die St.-Sylvestergemeinde bei ihrem zweiten Vorhaben auf eine noch größere Hilfe angewiesen, da sich die Kosten für diesen Abschnitt auf 850000 Euro belaufen. Deshalb hatte die evangelische Kirchengemeinde beim Bund einen Antrag gestellt, um Fördermittel für den zweiten Bauabschnitt an der Sylvesterkirche zu bekommen. Dieser sieht die Restaurierung der Deckenbemalung und die Erneuerung der Fußböden vor, da starke Verschmutzungen sowie Schäden am Putz – Teile sind bereits heruntergefallen – eine Restaurierung des Innenraums dringend erforderlich machen. „Außerdem ist die letzte Renovierung vor über 50 Jahren, im Jahr 1961, erfolgt“, betont Meinecke.

Die Viertel Million Euro, die der Bund durch sein Denkmalschutz-Sonderprogramm bereit stellt, deckt knapp ein Drittel der Gesamtkosten. „Der Haushaltsausschuss versucht, ein Denkmalschutzprogramm zu finanzieren. Und dabei habe ich mich für das Projekt eingesetzt, da es eine überregionale reformatorische Bedeutung hat“, spricht Berghegger von einer konkreten Entscheidung zugunsten der Region. Die übrige Finanzierung soll mit kirchlichen Mitteln, einer Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Landesmitteln der Denkmalpflege und Spenden erfolgen.

Das Planungsgremium wird sich Ende Dezember das nächste Mal treffen, um über das weitere Vorgehen zu beratschlagen. „Wir machen das Schritt für Schritt und befinden uns auf einem guten Weg“, stellt Thon-Breuker abschließend fest.


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