2015 mit Bau beginnen Oberschule Artland: Architektenwettbewerb für Sanierung

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Wie teuer Sanierung, Um- oder Neubau der Oberschule Artland werden könnten, hat ein Büro im Auftrag der Samtgemeinde Artland genau ausgerechnet. Foto: Christian GeersWie teuer Sanierung, Um- oder Neubau der Oberschule Artland werden könnten, hat ein Büro im Auftrag der Samtgemeinde Artland genau ausgerechnet. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Noch in diesem Jahr will die Samtgemeinde Artland die Weichen für eine Sanierung der Oberschule (OBS) Artland stellen. Die Verwaltung schlägt vor, Teile des bestehenden Schulzentrums an Jahnstraße und Von-Steuben-Allee abzureißen und durch moderne Neubauten zu ersetzen. Die optimale Lösung für die Schule soll mit einem Architektenwettbewerb gefunden werden.

Mit dem Vorschlag, einen sogenannten offenen Realisierungswettbewerb mit mehreren Büros zu veranstalten, beschäftigte sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Umweltschutz des Samtgemeinderates in seiner jüngsten Sitzung. Kurzfristig hatte die Verwaltung eine Vorlage erarbeitet, „damit wir noch im Jahr 2015 mit der Sanierung beginnen können“, erläuterte Frank Wulller, Erster Samtgemeinderat und Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen. Wichtig sei, bei der anstehenden Modernisierung des Schulgebäudes, die bereits seit 2011 beraten werde, „eine strategische Richtung“ vorzugeben, die dann in eine „praktische Umsetzung“ münde.

Neben einem Architektenwettbewerb hat sich die Samtgemeindeverwaltung inzwischen auch für eine der vorgestellten vier Sanierungsvarianten entschieden. Die „Variante B“, die einen Abriss der Gebäude aus den 1960er-Jahren und Neubauten vorsieht, schlägt mit Kosten von rund elf Millionen Euro zu Buche. Der Vorteil bei dieser Lösung: Mensa, Fachräume und Pausenraum, die erst im Jahr 2004 errichtet worden waren, können weiter genutzt werden. Wuller: „Um die beste Lösung zu finden, sollte es einen Realisierungswettbewerb geben.“ Diese Empfehlung habe auch das Büro Gantert und Wiemeler aus Münster jüngst gegeben .

Vertreter von SPD, CDU und FDP begrüßten diese Vorgehensweise, einigten sich aber darauf, die Vorlage zunächst in den Fraktionen zu diskutieren.

Die SPD-Fraktion drückt unterdessen bei der anstehenden Schulsanierung aufs Tempo. In der Ausschusssitzung, in der auch die Investitionen für 2015 beraten wurden, beantragte Hannelore Memering, neben den für die OBS bereits eingestellten 500000 Euro für Planungskosten weitere 2,5 Millionen Euro für erste Bauarbeiten einzuplanen. „Wir wollen 2015 mit den Bauarbeiten loslegen“, begründete sie den Antrag. Damit stieß sie auch bei allen anderen Ratsfraktionen auf Zustimmung. Eine Entscheidung allerdings vertagte der Ausschuss. So hatte die CDU-Fraktion nach den Worten ihres Sprechers Hubert Schwertmann noch keine Gelegenheit, darüber zu beraten. Einstimmig beschloss der Ausschuss, den Antrag zur Beratung in die Fraktionen und zur abschließenden Entscheidung dem Samtgemeindeausschuss und dem Samtgemeinderat zuzuleiten.

Ihren Antrag, drei Millionen Euro für die Oberschule einzuplanen, hatte die SPD-Fraktion in einer Klausurtagung formuliert, in der der Etatentwurf 2015 diskutiert worden war. Ziel sei, so heißt es in einer Pressemitteilung der Partei, die Schule „zügig zu einer modernen Schule“ umzubauen. „Wohlwissend, dass der finanzielle Spielraum der Samtgemeinde große Investitionen eigentlich nicht zulässt, muss die Sanierung der Oberschule oberste Priorität genießen“, teilte SPD-Fraktionschef Jürgen Lindemann mit.

Auch seine Fraktion habe sich für die „Variante B“ ausgesprochen. Nicht infrage kommen demzufolge die übrigen drei Vorschläge. „Variante A“ als reine Grundsanierung bringe keine Verbesserungen bei den pädagogischen Verhältnissen mit sich. Abriss und Neubau, entweder am gleichen Standort oder an anderer Stelle und bis zu 17 Millionen Euro teuer, seien, so Lindemann, aus Kostengründen verworfen worden.

„Variante B“ mit Teilabriss und Neubau einiger Gebäude sowie der dringend erforderlichen Wärmesanierung und Ertüchtigung des Brandschutzes lasse es zu, dass eine „moderne Schule nach neuesten Gesichtspunkten in Form von Lernhäusern entsteht“. Hier ermöglichten kleine Lerngruppen eine individuelle Förderung der Schüler.


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