Lokalschau erstmals in Badbergen Premiere für Quakenbrücker Kaninchenzuchtverein

Von Heinz Benken


Quakenbrück. Erstmals hatte der „Kaninchenzuchtverein I66 Quakenbrück und Umgebung“ in die Badberger Schützenhalle zu seiner Lokalschau eingeladen. In den vergangenen Jahren war die Halle von Franz Möller an der Hindenburgstraße in Quakenbrück Ausstellungsort gewesen.

Vorsitzender Manfred Nordmann konnte Siegfried Görtemöller als Vertreter des Kreisverbandes Osnabrück im Zentralverband Deutcher Rassekaninchenzüchter (ZDRK) begrüßen, der Hans-Gerd Höltmann für dessen 40-jährige Mitgliedschaft die Goldene Ehrennadel des Landesverbandes Weser-Ems überreichte.

Auf die Bedeutung der Vereinsarbeit auch für die Jugend verwiesen Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe und Badbergens Bürgermeister Dietmar Berger.

Erstklassige Tiere

Präsentiert wurden in der Lokalschau 157 Tiere, darunter 37 in der Jugendgruppe.

Insgesamt hat die Lokalschau auch in diesem Jahr wieder erstklassige Rassekaninchen präsentiert, die dem Einheitsstandard des Zentralverbandes der Deutschen Rassekaninchenzüchter entsprechen.

Vereinsmeister 2014 sind die Zuchtgemeinschaft (ZGM) Nordmann mit Farbenzwerge rhönfarbig und Kurt Müller mit Alaska, der auch die beste Gesamtleistung präsentierte.

Jugendmeister sind Lisa-Marie Gramann mit Zwergwidder thüringerfarbig, Eric Janis Lippold mit Deutsche Kleinwidder wildfarbig und Fabian von Felde mit Sachsengold.

Franz Hausfeld stellte mit Zwergwidder weiß die besten fünf vorbezeichneten Kaninchen.

Erste Erwähnung 1904

Die besten Tiere hatten Andreas Wernke mit Weiß-Rex und Kurt Müller mit A

laska.

Bereits 1904 war die Kaninchenzucht in Quakenbrück erwähnt worden. 1937 wurde dann der „Kaninchenzuchtverein I66 Quakenbrück und Umgebung“ gegründet. Zuvor waren Gründungsmitglieder im Dinklager „Kaninchenzuchtverein I4“ organisiert gewesen.

Die erste Quakenbrücker Lokalschau verzeichnete im November 1937 mehr als 500 Besucher.

Durch eine rege Vereinstätigkeit kamen neue Mitglieder aus den Gemeinden Bersenbrück, Alfhausen und Löningen hinzu. Nach dem Krieg schrumpften jedoch die Mitgliederzahlen, und 1964 zählte der Verein nur noch 15 Mitglieder.

Die erste Schau nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte im Dezember 1946 in der Werkshalle der Firma Schade.

In den siebziger Jahren erlebte der Verein aber unter dem Vorsitzenden Arnold Dierkes seine Blütezeit. Die Mitgliederzahl stieg auf mehr als 70 an, und der Verein wurde der mitgliederstärkste im Kreisverband Osnabrück.

Nach Dierkes‘ Tod im Jahre 1982 erlebte der Verein wieder einige Tiefpunkte, stabilisierte sich aber um die Jahrtausendwende.

Seit drei Jahren leitet Manfred Nordmann aus Badbergen den Quakenbrücker Kaninchenzuchtverein, der zurzeit 24 erwachsene und fünf jugendliche Mitglieder hat.