Victoria Schwertmann begeistert Quakenbrückerin als Praktikantin auf Curaçao

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Quakenbrück. Victoria Schwertmann ist mit Delfinen geschwommen und hat jeden Tag ein kleines Wunder erlebt. Die Quakenbrückerin war für drei Monate auf der Karibikinsel Curaçao. Dort hat sie ein Praktikum in einem Zentrum für Delfintherapie gemacht.

„Delfine als Arbeitskollegen zu haben ist der Hammer. Das sind einfach unfassbar coole Tiere“, schwärmt Victoria Schwertmann. Nach ihrer Ausbildung an der Heilerziehungspflege-Schule in Quakenbrück ist sie nach Hannover gezogen, um Sonderpädagogik zu studieren.

Für ihren Aufenthalt in der Karibik hat sie ein Urlaubssemester nehmen müssen. Zusammen mit sechs anderen Praktikanten, die alle aus dem sozialen Bereich kommen, denn das ist Grundvoraussetzung, hat sie mit Delfinen zusammengearbeitet.

Aus der ganzen Welt kämen Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung in das Curaçao Dolphin Therapy and Research Center , vor allem aber aus Deutschland und den Niederlanden.

Ab drei Jahren dürfen Kinder an der Therapie teilnehmen, nach oben hin gebe es keine Grenzen, berichtet Victoria Schwertmann. Die Therapie daure immer zwei Wochen und beinhalte zwei Stunden Intensivtherapie am Tag.

Die Quakenbrücker Praktikantin ist von dem Erfolg der Therapie überzeugt: Einmal sei es die Karibik, die ihren Teil beisteuere, und die intensive Beschäftigung mit den Patienten. Doch der Hauptgrund, warum oft nicht nur die Therapieziele erreicht würden, sondern die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen darüber hinaus Fortschritte machten, liege an den Delfinen, berichtet Victoria Schwertmann. „Die Tiere haben einen eigenen Charakter, und sie sind außergewöhnlich intelligent.“ Natürlich ist sie auch selbst zu den Meeressäugern ins Wasser gegangen. „Als ich das erste Mal mit den Delfinen geschwommen bin, hatte ich Tränen in den Augen.“ Weiter, erzählt sie, habe sie das Gefühl gehabt, alles schaffen zu können, die Glückshormone seien nur so aus ihr herausgesprudelt.

In dem Center auf Curaçao gibt es insgesamt sechs Therapiedelfine. Sie leben in Salzwasserbecken. Regelmäßig machen die Pfleger aber Ausflüge mit ihnen ins offene Meer.

Sichtlich begeistert erzählt Victoria Schwertmann über ihre Zeit in der Karibik. Sie habe zusammen mit den anderen Praktikanten auf einem Hausboot gewohnt und sich jeden Tag aufs Neue auf die Arbeit gefreut.

Zu ihren Aufgaben gehörte es, den Patienten beim Umkleiden und Duschen zu helfen, während der Wasserzeiten Protokoll zu führen oder Elterngespräche zu begleiten. Auch musste sie die Matten und die Docks schrubben.

Das Schönste, was sie dort erlebt hat, waren aber die kleinen Wunder jeden Tag, die die Delfintherapie bei den vielen Kindern bewirken konnte. Nach ihrem Studium kann sich die zukünftige Sonderpädagogin vorstellen, selbst als ausgebildete Delfintherapeutin zu arbeiten – natürlich am liebsten auf Curaçao.


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