Veranstaltung gut besucht 170 Mundräuber radeln zum Artländer Apfelfest

Von Heinz Benken



Quakenbrück. Eine vorbildliche Organisation und schönstes Herbstwetter haben zum Erfolg der zweiten Hasetaler „Mundräuber-Radtour“ beigetragen, die zum Artländer Pflanzenhof nach Quakenbrück geführt hat.

Der Coup, das 11. Artländer Apfelfest auf dem Pflanzenhof von Frank Müller mit der Sternfahrt des Zweckverbandes Erholungsgebiet Hasetal – die sich ja ebenfalls rund um den Apfel dreht – zu verknüpfen, sei gelungen, sagte Verbandsgeschäftsführer Wilhelm Koormann, der zu den weit mehr als tausend Besuchern des Festes zählte. „Ich freue mich über den Riesenerfolg, an den wir sicherlich im kommenden Jahr anknüpfen werden“, so Koormann weiter.

Auch der Hausherr war mehr als zufrieden: „Durch die Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Hasetal sind mehr Aussteller auf unseren Pflanzenhof gekommen und sicherlich auch mehr Besucher.“

Regionalmanagerin Annette Morthorst, die als Cheforganisatorin der Mundräuber-Radtour im Einsatz war, zog am Ende des Tages ebenfalls ein positives Resümee. „Besonders freue ich mich über die große Resonanz auf die Sternfahrt.“ Die positive Resonanz bestätigten auch zwei Ehepaare aus Löningen. „Die Radtour ist ganz hervorragend organisiert worden und war auch für Rollstuhlfahrer geeignet.“ Der Zwischenstopp mit Mundraub in Essen-Ahausen sei eine „willkommene Abwechslung zur rechten Zeit“ gewesen.

Aus allen Himmelsrichtungen waren insgesamt rund 170 Radfahrer am Vormittag aufgebrochen, um nach einem Mittagimbiss rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen das Artländer Pflanzenfest zu erreichen. Die Mundräuber-Radtouren mit Reiseleitern der Hasetal-Touristik führten sternförmig von den Standorten Cloppenburg, Lastrup, Löningen, Essen, Lüsche, Berge, Eggermühlen, Bersenbrück, Badbergen und Gehrde nach Quakenbrück zum Apfelfest.

Dort konnten alle Besucher sich nicht nur über ein breites Spektrum freuen, das zehn Aussteller boten, sondern auch über 69 Apfelsorten. „Wir haben sie alle selbst gepflückt“, betonte Frank Müller. „Zu unserem Baumbestand gehören alte, historische Sorten, die nicht mehr im Verkauf sind wie die Osnabrücker Reinette, der Danziger Kantapfel und Ingrid Marie.“

Zum Apfelfest hatte die Familie Müller auch die Hundeschule Kraege aus Saerbeck engagiert, die mit ihren Huskies ein Kinderprogramm gestaltete, zu dem Mal- und Filzaktionen, Stockbrotessen und Schlittenhundespaziergang gehörten. Für die Erwachsenen gab es eine Sortenausstellung, eine mobile Obstsaftpresse, den Verkauf von Marmeladen, Likören und einer Vielzahl von Produkten aus der Region wie Bio-Käse und Bio-Honig.

Besonders Eltern mit ihren Kindern nutzten die Gelegenheit, vor Ort eine Apfelsortenbestimmung zu versuchen. Bei der Demonstration eine Obstsaftpresse wurde Frischsaft aus mitgebrachten Äpfeln und Birnen hergestellt, der verkostet werden konnte.

Auch sonst gab es reichlich zu probieren, so servierten Badberger Landfrauen Kaffee und selbst gebackenen Obstkuchen.


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