Auf Fläche an Alter Poststraße? SPD fordert neues Baugebiet in Nortrup

Im Gespräch mit Landwirt Alos Specker (links): Kurt Weymann, Karl-Heinz Budke, Stefan Peters und Klaus Bauer (von links). Foto: SPDIm Gespräch mit Landwirt Alos Specker (links): Kurt Weymann, Karl-Heinz Budke, Stefan Peters und Klaus Bauer (von links). Foto: SPD

Nortrup. Die SPD-Fraktion im Nortruper Gemeinderat schlägt vor, ein neues Baugebiet auszuweisen. An der Alten Poststraße, teilt die Partei mit, könnten auf einer 15 Hektar großen Fläche etwa 100 Bauplätze entstehen.

SPD-Mitglieder des Gemeinderates hätten, so heißt es in einer Pressemitteilung, im Gespräch mit Landwirt Alois Specker nach Erweiterungsmöglichkeiten für die Nortruper Bürger gesucht.

Der Vorsitzende des Bauausschusses, Karl-Heinz Budke, habe darin deutlich gemacht, dass sich die Gemeinde der örtlichen Infrastruktur in Zukunft stärker stellen müsse. Gegenwärtig könne man lediglich drei Bauplätze anbieten. Die Nachfrage aus den Reihen der Bevölkerung sei allerdings deutlich größer als das bestehende Angebot, und so komme es seit 2008 vermehrt zu Abwanderungen in die umliegenden Nachbargemeinden. „Da haben die Verantwortlichen wohl zu spät gehandelt“, wird Kurt Weymann in der Mitteilung zitiert.

Karl-Heinz Budke, zugleich SPD-Fraktionschef im Gemeinderat, mahnte des Weiteren: „Wir müssen jetzt sehr überlegt handeln, wo wir uns als Gemeinde in Zukunft aus baulicher Sicht erweitern können und wollen.“ Die von den zwei Landwirten angebotene Fläche an der Alten Poststraße sei äußerst interessant. Klaus Bauer folgend, stünden rund 15 Hektar zum Angebot, was etwas mehr als 100 Bauplätzen entspreche.

In der Diskussion machte Budke deutlich: „Wir müssen der vernachlässigten Infrastruktur Nortrups endlich wieder mehr Gewicht zukommen lassen und mit größerem Weitblick handeln. Die Auslastung unseres Einzelhandels, des Kindergartens, der Grundschule, des Freibades und der Einrichtungen für ältere Mitbürger bedürfe einer höheren Bevölkerungszahl in der Gemeinde. Während Nortrup weit über 2000 Arbeitsplätze in der Gemeinde ausweisen kann, kommen wir nicht über 3000 Einwohner. Das Herunterwirtschaften der örtlichen Infrastruktur muss ein Ende haben.“

Das potenzielle Baugebiet befindet sich in der Nähe der beiden ortsansässigen Großbetriebe, dern Sportstätten und der Grundschule. Ratsherr Stefan Peters betonte, dass die 15 Hektar von allen Seiten mit Fahrrad und Pkw leicht und sicher zu erreichen seien.