Eingangshalle zunächst ohne Kubus Quakenbrücker Bahnhof soll bis Jahresende fertig sein

Von Christian Geers


Quakenbrück. Wer am Mittwoch, 24. September, auf den Kalender schaut, stellt möglicherweise mit Schrecken fest, dass das Jahr 2014 in genau 14 Wochen zu Ende ist. In dreieinhalb Monaten kann noch viel passieren. Und beim Umbau des Bahnhofsgebäudes in Quakenbrück wird noch viel passieren, sagt Architekt Andreas Hettwer.

In der Tat rennt die Zeit für das Ankumer Architekturbüro, das den markanten Jugendstilbau an der Bahnhofstraße gekauft hat und seit einem Vierteljahr zum „Bürobahnhof“ umbaut. Ende des Jahres sollen die Büroräume im Erdgeschoss und im ersten Stock fix und fertig sein, damit die ersten Mieter einziehen können. Daran lässt Andreas Hettwer, der gemeinsam mit seinem Vater Helmut für das Bauprojekt verantwortlich ist, keinen Zweifel: „Das ist zwar eine sportliche Angelegenheit, aber wir sind wild entschlossen, das bis zu diesem Termin zu schaffen.“

Wer täglich am Bahnhof vorbeikommt, sieht die Fortschritte: Die ersten Fenster werden zurzeit eingesetzt, eine Dachhälfte ist bereits saniert und mit roten Pfannen neu eingedeckt worden. Derzeit installieren die Firmen die Haustechnik. Eingerüstet ist die Eingangshalle des Bahnhofs, deren Gewölbe saniert wird.

Entgegen der ursprünglichen Planung wird es im Inneren einige Veränderungen geben, wie Hettwer ankündigt: Im linken Gebäudeteil werde ein Fahrstuhl eingebaut und damit ein barrierefreier Zugang zu den Mietern im ersten Stock geschaffen. Damit reagiert der Eigentümer, die Office Center Quakenbrück GmbH & Co. KG, auf den Wunsch eines Mieters.

Vorerst nicht gebaut wird dagegen der Kubus in der Eingangshalle, ein rundum verglaster Raum, der für die Gastronomie zur Verfügung gestellt werden sollte. „Wir haben keinen Betreiber gefunden. Das Objekt ist schwer zu vermarkten“, berichtet Hettwer. Allerdings: Sollte sich das noch ändern, könnte der Kubus jederzeit nachträglich errichtet werden. Die erforderlichen Versorgungsleitungen würden auf alle Fälle gelegt, so der Architekt.

Aber auch ohne den Blickfang in der Eingangshalle müssen Bahnreisende und Mieter nicht auf ein gastronomisches Angebot verzichten. In der Rotunde, dem früheren Ausgang zu den Bahnsteigen auf der Rückseite des Gebäudes, wird ein Imbiss eingerichtet. Betrieben wird dieser nach den Hettwers Worten von einem künftigen Mieter im Bahnhof, der Firma Curryfuxx Systemgastronomie. „Das wird ganz schön“, verspricht Hettwer.

Die Stadtverwaltung kann mit den veränderten Plänen leben. Sie sieht auch ohne den Kubus „die wichtigsten Kernforderungen erfüllt“, sagte stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller auf Nachfrage des „Bersenbrücker Kreisblattes“. Beim Verkauf des Gebäudes an die Ankumer Architekten hätten Stadtrat und Verwaltung Wert darauf gelegt, dass der Bahnhof öffentlich zugänglich bleibe, es öffentliche Toiletten und ein gastronomisches Angebot gebe. Wuller: „Wenn sich die Gastronomie im Kubus zurzeit wirtschaftlich nicht darstellen lässt, werden wir auch nicht darauf beharren.“