Projekt Landschaftsplattform KHBB über Ankumer Ratsentscheidung enttäuscht

Von Heinz Benken


Menslage. Der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) hat sich im Artlanddorf Menslage getroffen. Einen Schwerpunkt des Treffens bildete die Erörtertung des aktuellen Vorhabens des Kreisheimatbundes: eine Landschaftsplattform im Raum Ankum. In der gut besuchten Mitgliederversammlung im Saal König wurde der Vorstand des KHBB im Amt bestätigt.

Die Heimatfreunde spazierten nach der Besichtigung des historischen Kirchwinkels rund um die Marienkirche zur nahe gelegenen Grundschule, wo sie von Schulleiterin Mariette Schmitz-Menke geführt und über den aktuellen Stand der Schule informiert wurden.

„Darüber wollten wir unser Mitglieder jetzt aus erster Hand informieren,“ ging Vorsitzender Franz Buitmann auf die „Landschaftsplattform“ ein. Errichtet werden soll sie eigentlich in Ankum-Tütingen und eine Sicht auf die unmittelbare Umgebung ermöglichen.

Erläutert wurde der Stand der Dinge vom Projektbeauftragten Winfried Meyer. Weil nach Bedenken aus der Gemeinde Ankum auch die Gemeinden Alfhausen und Eggermühlen als mögliche Standorte einer Aussichtsplattform in die Diskussion gebracht worden waren, meldeten sich in der Versammlung auch die Kommunalpolitiker zu Wort: für Ankum der stellvertretende Bürgermeister Klaus Buschermöhle, auch Vorstandsmitglied im Ankumer Heimatverein, für Alfhausen und Eggermühlen die Bürgermeister Klaus Wübbolding und Markus Frerker. Die beiden Bürgermeister sehen in ihren Gemeinden ebenfalls geeignete Standorte, wollen allerdings „nicht in Konkurrenz zu Ankum“ treten.

Der Kreisheimatbund Bersenbrück hat einen Aussichtspunkt in der geografischen Mitte des Altkreises Bersenbrück geplant, gelegen auf einer Anhöhe im Ankumer Ortsteil Tütingen. Von dieser Plattform aus soll nicht nur der Blick in Richtung Ankum und das nördliche Osnabrücker Land ermöglicht werden, auch möchte der Kreisheimatbund über Landschaft und Geologie, Natur und Umwelt und über prähistorische und historische Gegebenheiten in einer landschaftlich reizvollen Umgebung informieren.

„Für uns war aber ein uneingeschränktes Votum der Gemeinde Ankum für unser Vorhaben unverzichtbar,“ erläuterte Meyer. „Die Abstimmung fiel aber für uns enttäuschend aus.“ Zwar stimmte eine deutliche Mehrheit der Ankumer Ratsmitglieder zu, doch gab es zwei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen, die Bedenken der Anwohner anführten. „Wir sind aber den Wünschen der Anwohner bis an unsere Schmerzgrenze entgegen gekommen“, betonte Meyer. Als Alternativen wurden der Heiligenberg in Alfhausen und Anhöhen in der Gemeinde Eggermühlen ins Spiel gebracht.

Meyer verwies darauf, das das Konzept des KHBB vom Landkreis, vom Landrat, vom Naturpark Terra-Vita und von der Stiftung der Sparkassen im Landkreis unterstützt werde. Weil seitens der Mitglieder keine weiteren Meinungen zur Landschaftsplattform geäußert wurden, ist die Sache Thema der nächsten Vorstandssitzung.