Kritik an Ratsbeschluss Quakenbrück: CDU-Fraktion für „unsichtbaren“ Container

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Kein Gewinn für die Altstadt sind die Sammelcontainer für Altglas und Altkleider in der Pfaffenstraße, sagt die CDU. Sie plädiert an dieser Stelle für ein Unterflur-Sammelbehältnis. Foto: Christian GeersKein Gewinn für die Altstadt sind die Sammelcontainer für Altglas und Altkleider in der Pfaffenstraße, sagt die CDU. Sie plädiert an dieser Stelle für ein Unterflur-Sammelbehältnis. Foto: Christian Geers

cg/pm Quakenbrück. Die CDU-Fraktion im Stadtrat bleibt dabei: Unterflur-Sammelcontainer für Altglas verschönern das Stadtbild, sagt Fraktionschef Christian Calderone. Im Haushaltsplan 2015 soll nach dem Willen der Christdemokraten deshalb Geld für eine solche unsichtbare Entsorgungsbox eingestellt werden.

Die Idee der CDU ist nicht neu. Bereits im Juli hatte sich der Quakenbrücker Stadtrat mit ihrem Antrag beschäftigt, in der Pfaffenstraße einen sogenannten Unterflur-Altglassammelcontainer buchstäblich im Erdboden zu versenken. Bei diesen ragt nur der Einwurfschacht aus dem Boden.

Grund: Solche öffentlichen Sammelstellen für Glas, Altpapier und Altkleider wie hier in der Altstadt neigten laut CDU dazu, zu Schandflecken zu werden. Soll heißen: Sind die Behälter voll, stellen Bürger ihre Kartons mit Papier und Glas einfach neben dem Container ab, ohne sich um den weiteren Verbleib zu kümmern.

Rund 25000 Euro kostet ein „unsichtbarer“ Container samt notwendigen Erdarbeiten, hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt. Viel zu teuer und angesichts der knappen Stadtfinanzen nicht zu schultern, sagte eine Mehrheit im Stadtrat schließlich und lehnte den CDU-Antrag ab. Ein Argument der Kritiker: Abgestellte Flaschen und Kartons neben den Containern seien als menschliches Fehlverhalten zu deuten, dem sei auch mit Unterflurcontainern nicht beizukommen.

Den Beschluss des Stadtrates kritisiert CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Calderone nun in einer Pressemitteilung. „Was andere Städte und Gemeinden können, muss auch in der viel zitierten guten Stube der Burgmannstadt möglich sein“, schreibt er.

Aus Sicht der Christdemokraten sei es nicht ausreichend, die bestehenden Container lediglich zu reinigen. „Damit sind die Container zwar sauber, aber nicht schön.“ Und schön dürfe es mitten im Zentrum der alten Hansestadt Quakenbrück, auf dem Weg der Touristenroute „Poggenpad“, durchaus sein. Denn besagte Container in der Pfaffenstraße stünden direkt vor einem ehemaligen Burgmannshof, der bei Stadtführungen aufgesucht werde.

Unterflur-Sammelcontainer haben nach Ansicht Calderones viele Vorteile: Sie dienten der Verschönerung, verhinderten eine Vermüllung des unmittelbaren Umfeldes und berächten eine geringere Lärmbelästigung der Anlieger mit sich.

Aus diesen Gründen will die Fraktion bei den anstehenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2015 beantragen, Geld für einen solchen Container in der Pfaffenstraße einzustellen.


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