Tausende in der Innenstadt Burgmannsfest Quakenbrück: Kurzer Regen schreckte kaum

Von Bjoern Thienenkamp

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Quakenbrück. Rein gar nichts gehabt vom Burgmannsfest in Quakenbrück hat die Blumenjule. Der Bronzeskulptur vor der Kreissparkasse war durch die Buden schlichtweg die Sicht versperrt. Wohl alle anderen aber bekamen zu essen und zu trinken, hörten Musik, fuhren Karussell und machten Schnäppchen.

Hinter der Blumenjule, in der Kreissparkasse, stellten wieder Künstler wie Elisabeth Moormann aus. Jac Bossewinkel ist bereits seit 20 Jahren dabei. Einige seiner Radierungen sind schwarz/weiß mit einzelnen farbigen Gegenständen, zeigen den Blick in ein Plumpsklo. „Das ist der Renner fürs Gästeklo“, weiß der Mann aus Löningen-Borkhorn.

Auch Claus Peter Poppe kauft so ein Werk, ebenfalls für die Gäste-Toilette. Schafskäse aus Badbergen hat der Bürgermeister schon in der Tasche. „Hier ist gut Betrieb, alle Leute sind zufrieden“, wertet er den Sonntag. Das Musikprogramm der Bundeswehr hat ihn durch die Professionalität beeindruckt. Was Poppe besonders freut: „In der Hopfenblüte ist wieder Betrieb.“

Ob eine einzelne Akkordeon-Spielerin vor dem K+K-Markt oder 20 Mitglieder des Quakenbrücker Männerchores mit Drehorgel vor der Weinhandlung Kruse, Musik war auf der ganzen Langen Straße stets dabei. Etwas ruhiger ist es am Sonntag in dem Durchgang neben dem Rathaus bei Event-Cocktail, jedoch sei am Samstag kein Durchkommen gewesen.

„In drei bis fünf Minuten sind wir üblicherweise an der Einsatzstelle“, sagt Marcel Weißmüller über den Einsatzwagen, mit dem sich der Leiter der sechsköpfigen First-Responder-Gruppe der DLRG erstmalig auf dem Burgmannsfest zeigt. „Viele Leute können mit dem Begriff nichts anfangen, daher präsentieren wir uns hier der Öffentlichkeit“, erklärt der 25-Jährige die schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft.

Holzartikel, Spielzeug, Nützliches wie Nistkästen gibt es in der Kleinen Mühlenstraße. Von Inhaftierten aus der Abteilung Damaschke der JVA Lingen gefertigte Produkte präsentiert Hermann Musekamp. „Einige Kunden sagen, wir seien zu günstig, aber wir wollen ja keine Gewinne erwirtschaften“, erklärt der Leiter der Arbeitstherapie.

Altbewährtes und Neues – das macht seit jeher das Burgmannsfest aus. Eine Premiere erlebten die Besucher am Samstagmorgen auf der Langen Straße. Dort spendierten ihnen die Geschäftsleute ein Gratis-Frühstück. Mitzubringen waren lediglich Teller, Tasse und Besteck. Für Kaffee, Tee, Kakao, Brötchen, Aufschnitt, Käse und Marmelade war an dem liebevoll gedeckten Tisch gesorgt.


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