Glasperlenspiel auch mit dabei Satte Bässe auf dem Quakenbrücker Burgmannsfest

Von Bjoern Thienenkamp


Quakenbrück. Reichlich gefüllt war der Quakenbrücker Marktplatz in der Nacht zu Sonntag, hatte die Bundeswehr und ihr Karriere-Treff doch mit Glasperlenspiel gelockt. Nein, kaum jemand hatte wohl eine Aufführung des Romans von Hermann Hesse erwartet, jedoch hat sich Deutschlands erfolgreiche Elektro-Pop-Band doch tatsächlich danach benannt.

Die Vielseitigkeit der Jobs bei der Bundeswehr, die der Karriere-Truck vermittelt, zeigte Thomas Braun anschaulich, fungierte der uniformierte Stabsfeldwebel doch als Moderator und gab das Startzeichen für die Band aus Stockach.

Carolin Niemczyk ist nicht nur hübsch anzuschauen, sie kann auch noch singen! Immer wieder legte sie vollen Elan in ihre Stimme, drückte volles Volumen in das Mikrofon, strich sich pointiert durch ihr langes blondes Haar. Nette Akzente auch, wenn die zierliche 24-Jährige gelegentlich zu Schlagstöcken griff und damit einem Xylofon in einer Plexiglaskugel sentimentale Klänge entlockte.

Und natürlich war auch ihr ein Jahr älterer Partner Daniel Grunenberg nicht zu übersehen, der teilweise recht exzessiv auf seine beiden Keyboards einwirkte, dabei aber stets prächtig harmonisch blieb. Allemal kam gut Dampf aus den Boxen und legte einen Klangteppich satter Bässe über den nächtlichen Marktplatz.

Und Darya Firtina wird den Tag wohl auch nicht so schnell vergessen, wurde die 14-jährige Schülerin der Oberschule Artland und großer Fan doch auf die Bühne geholt und durfte gemeinsam mit Niemczyk singen.