Bonnus-Haus: Umbau abgeschlossen St. Sylvester in Quakenbrück blüht weiter auf


Quakenbrück. Der Zufall stand Pate: Fast auf den Tag genau 85 Jahre nach seiner Einweihung konnte der Umbau des Hermann-Bonnus-Hauses anlässlich der Begrüßungsfeier für die neuen Konfirmanden der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Das nennt man Timing“, so die freudige Reaktion von Pastor Wolfgang Thon-Breuker über die gelungenen Baumaßnahmen, durch die sich das repräsentative Gebäude noch attraktiver darstellt.

Nach der Fertigstellung des Hauses Brockhaus ist der abgeschlossene Umbau des Hermann-Bonnus-Hauses der nächste Schritt auf dem Weg der Aktion „Kirche blüht auf“, die inzwischen auf große Resonanz stößt. Dass damit gleichzeitig das 85-jährige Jubiläum der Einweihung im Jahre 1929 verbunden ist, erwies sich dann tatsächlich als reiner Zufall.

In niedersächsischer Bauart entworfen und mit einem nachempfundenen Fachwerkgiebel im oberen Teil erhielt die Kirchengemeinde St. Sylvester seinerzeit mit dem neuen Gemeindehaus „ein passendes Heim, vor allem aber Raum für die Konfirmanden, den Kirchenvorstand, den Kirchenchor, den Evangelischen Arbeiterverein und die Jugendgruppe.“ Anlässlich der Einweihungsfeier 15. September 1929 verwies der Bremer Architekt Schwally darauf, dass der Bau „dem Gemeindeleben dienen, der Gemeinde zur Ehre und der Stadt zur Zierde gereichen“ solle.

1968 erfolgte eine erste gründliche Renovierung und Neugestaltung des Gebäudes, und seit dem Trinitatissonntag 1982 trägt das Gebäude den Namen „Hermann-Bonnus-Haus “ zum Andenken an den aus Quakenbrück gebürtigen Reformator des Osnabrücker Landes.

Das ohnehin sehenswerte Hermann-Bonnus-Haus – ein generationsübergreifender Treffpunkt innerhalb der Kirchengemeinde – hat durch die Umbauarbeiten gleich in mehrfacher Hinsicht an Attraktivität gewonnen. Da sind zunächst die neue Pflasterung und ein weiterer barrierefreier Zugang zum renovierten großen Gemeindesaal im Erdgeschoss zu nennen.

Nach Außenanstrich und kompletter Ersetzung der Fenster sowie grundlegender Sanierung des Erdgeschosses, die durch eine Erbschaft möglich wurde, entstanden im Obergeschoss durch die neuen Sprossenfenster und die helle Ausmalung zwei ansprechende Räume, die dank der in einer spektakulären Aktion installierten Feuertreppe für die Kirchengemeinde in vielfältiger Weise nutzbar sind. Der Kirchenvorstand ist insbesondere dem Kirchenkreis Bramsche für die zur Verfügung gestellten Fördermittel sowie dem Bauausschuss unter Federführung von Jürgen Wielage für die ebenso gelungene wie rasche Umsetzung der Baupläne zu Beginn der Sommerferien dankbar.

Wie sieht die weitere Planung aus? Für 2015 ist die Einrichtung eines Büros für Kantor Won Sun Jung mit Lagermöglichkeiten für Musikinstrumente und Noten im Obergeschoss geplant. Auch die energetische Abdichtung des Dachgeschosses und der Ersatz der überalterten Heizungsanlage stehen noch aus. Hier hofft die Kirchengemeinde St. Sylvester auf weitere Zuschüsse des Kirchenkreises Bramsche.


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