Verträge unterschrieben Quakenbrück will im Herbst Bagger auf Bahnbrache sehen

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Jede Menge Schutt und Schotter liegen noch auf dem acht Hektar großen Bahngelände. Wenn alles klappt, kann die Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft (Oleg) im Auftrag der Stadt Quakenbrück noch im Herbst mit der „Beräumung“ beginnen.Foto: Christian GeersJede Menge Schutt und Schotter liegen noch auf dem acht Hektar großen Bahngelände. Wenn alles klappt, kann die Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft (Oleg) im Auftrag der Stadt Quakenbrück noch im Herbst mit der „Beräumung“ beginnen.Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Die Stadt Quakenbrück ist ihrem Ziel, noch in diesem Jahr mit der Beseitigung der Altlasten auf dem Bahngelände zu beginnen, einen weiteren Schritt nähergekommen. Die Verträge mit der Deutschen Bahn AG und der Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft (Oleg) sind unter Dach und Fach. Inzwischen bereitet ein Ingenieurbüro die Ausschreibung der Arbeiten vor.

„Wir wollen noch im Herbst Bagger auf dem Gelände sehen“, sagte stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller auf Nachfrage des „Bersenbrücker Kreisblattes“. Wenn alles klappt, könnten die Arbeiten für die „Beräumung“ der Fläche – so der Ausdruck im Amtsdeutsch – schon Ende Oktober vergeben werden.

Die umfangreichen Erd- und Bodenarbeiten könnten – je nach Witterung – auch in den Wintermonaten vorgenommen werden, so Wuller weiter.

Derzeit sei ein Ingenieurbüro damit beschäftigt, die anstehenden Arbeiten zu erfassen und eine Kalkulation vorzulegen. Ende August seien die erforderlichen Verträge sowohl mit der Deutschen Bahn AG als auch der Oleg unterschrieben worden, hatte der stellvertretende Verwaltungschef zuvor in der Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen mitgeteilt.

Wie berichtet, hatte der Quakenbrücker Stadtrat diese Vertragsentwürfe bereits in der Juli-Sitzung einstimmig gebilligt, um schnellstens mit der Beräumung der Bahnbrache beginnen zu können. Das war ursprünglich eine Verpflichtung der Deutschen Bahn, zu der sich diese auch in dem im Jahr 2010 geschlossenen Kaufvertrag für die ursprünglich elf Hektar große Bahnfläche verpflichtet hatte.

Laut Gutachten gibt es auf dem früheren Bahngelände, auf dem sich einst Lok- und Wagenschuppen, Benzin- und Petroleumanlage sowie Rampen und Absturzstellen für Müll und Schutt befanden, noch fünf Altlastenverdachtsflächen. Der Bahn waren Fristen eingeräumt worden, um die Beseitigung der Altlasten selbst zu übernehmen. Diese stellten sich aus Sicht der Stadtverwaltung aber als zu lang heraus. Deshalb sprach sich der Rat für eine schnellere Vorgehensweise aus, weil sich die Fläche nur altlastenfrei vermarkten lasse.

Die Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft übernimmt nun die Beseitigung der Altlasten und bekommt die Kosten von der Bahn erstattet. Die Oleg, die in die Rolle eines Dienstleisters tritt, konnte allerdings erst aktiv werden, weil die Stadt den mit ihr bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrag anpasste.


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