Elstar als Apfel sehr beliebt Auch das Artland ist ein gutes Anbaugebiet für Obst


nwey Quakenbrück. Nicht nur das Alte Land rund um Stade, auch das Artland zwischen Quakenbrück, Badbergen, Menslage und Nortrup ist ein gutes Anbaugebiet für Äpfel. Obstbauer Josef Kruse hat auf der Hengelage in Quakenbrück eine Plantage mit rund 10000 Apfelbäumen: drei Hektar voll mit Boskoop, Jona Gored, Braeburn und vor allem Elstar. „Das ist mittlerweile der beliebteste Apfel“, wie Josef Kruse sagt. Die Hälfte seiner Bäume trägt diesen Verkaufsschlager. „Allerdings bevorzugen gerade viele ältere Kunden den deutlich säuerlicheren Boskoop.“

Obwohl Äpfel ja eigentlich das Obst schlechthin sind, gibt es auch in dieser Branche Trends und Moden, was in diesem Fall bedeutet, dass heute andere Sorten angebaut werden als noch vor 20 oder gar 50 Jahren – und dafür neue auf den Markt kommen. „Im Moment sind Rubinette, Topaz und Pinova groß im Kommen. Alles recht neue Sorten“, sagt Josef Kruse mit Blick auf die aktuelle Saison.

Bis zu dreimal wird an einem der nur etwa zwei Meter hohen Bäume geerntet, bis wirklich alle Äpfel gepflückt sind. Nicht, weil die Erntehelfer nicht sorgfältig genug arbeiten, sondern weil Früchte, die weiter innen im Baum und damit im Schatten wachsen, erst dann Sonnenlicht abbekommen und richtig reifen.

Auf den Marktständen der Region zwischen Meppen, Quakenbrück, Lingen und Lohne bietet die Firma Kruse ihr Obst an. Neben ihren Äpfeln und den Zitrusfrüchten, die die Auslage bereichern, liegen Pflaumen und Birnen aus eigenem Anbau, die zurzeit ebenfalls Hochsaison haben. „Für die Birnen habe ich eine Anbaufläche bei Zerbst in Sachsen-Anhalt. Die Pflaumen sind die bekannten „Stromberger Zwetschgen“, von denen haben wir auch rund 200 Bäume.“ So kommen seine 25 Erntehelfer ziemlich herum.

In den 13 Jahren, in denen Josef Kruse nun schon Obst anbaut, ist der Betrieb immer wieder größer geworden. Die Apfelbäume waren von Anfang an dabei, aber auch außerhalb der Apfel- und Birnensaison sind seine Pflücker nicht arbeitslos, denn zusätzlich zu dem Herbstobst baut die Firma auch Spargel und Beeren, vor allem Erdbeeren, an. Neben den rumänischen Erntehelfern, die Josef Kruse beschäftigt und als sehr zuverlässig schätzt, arbeiten für den Betrieb noch zehn Verkäuferinnen.

Im Winter hingegen gehen die Früchte auf Reisen: An rund 50 Orten im Siegerland, dem Taunus, dem Westerwald und dem Sauerland macht der Tourenverkauf dann täglich Station.