Vorfreude bei Apfel-Fans Artland-Mosterei startet in die neue Saison

Von Katharina Preuth


Badbergen. Eine gute Nachricht für alle Apfelsaftliebhaber: Die Artland-Mosterei Artland in Badbergen startet an diesem Freitag, 12. September, in die Saison. Die Frühäpfel werden dann von den Besitzern Christian Knaack und seiner Frau Siegrid Sachteleben zu Saft gepresst und in Fünf-Liter-Beutel gefüllt.

Obwohl erst am Freitag die Türen öffnen und die Saftpresse loslegt, steht das Telefon der Mosterei-Inhaber seit Tagen nicht mehr still. Bereits jetzt ist nicht nur das Eröffnungswochenende ausgebucht, auch sind bereits erste Termine für Oktober vergeben. „Die Leute haben schon Erfahrung mit ihren eigenen Bäumen, die wissen genau, wann die Äpfel reif sind und mit wie vielen Kilos sie bei uns ankommen“, erklärt Christian Knaack, selbst leidenschaftlicher Apfelsaftpresser.

Erfahrung hat inzwischen auch das Besitzerehepaar gesammelt: Im dritten Jahr betreibt es nun schon die Mosterei im Badberger Ortsteil Wehdel – das Ganze nebenberuflich. So erklären sich auch die Öffnungszeiten. Samstags und sonntags können Hobbyernter ihren Ertrag zu naturtrüben Apfelsaft verarbeiten lassen. Mindestens 50 Kilogramm sollten sie von den Bäumen schütteln, daraus ergeben sich je nach Sorte und Reifegrad 25 bis 35 Liter.

„Je besser die einzelnen Äpfel, desto leckerer auch am Ende der Saft“, sagt Christian Knaack. Faules Fallobst verderbe das Endprodukt und lasse den Saft frühzeitig umkippen. Normalerweise halte er sich ungeöffnet mindestens ein Jahr und angebrochen drei Monate. Für die Qualität sei der Pflücker aber selbst verantwortlich, die hänge stark vom Obst ab.

Die Aufgabe der Mosterei ist es, im Beisein der Kunden, die geernteten Äpfel zu säubern, zumahlen und kalt zu pressen, erst anschließend wird die Flüssigkeit bei 78 Grad pasteurisiert. Die niedrige Hitze sorgt dafür, dass möglichst viele Vitamine erhalten bleiben. Dann füllt einer der Mitarbeiter den Saft in einen Fünf-Liter-Beutel, der wiederum in eine Saftbox kommt. Mithilfe eines Zapfhahns schafft es das erfrischende Getränk von der Box ins Glas.

Und welche Sorte schmeckt am besten? Der Liebling des Experten ist ein roter Apfel mit dem Namen Ingrid Marie. Doch, so Christian Knaack, ist die Wahl des Apfels Geschmackssache. „Manche mögen gerne den herben Geschmack des Boskop, andere bevorzugen den magenfreundlichen Elster.“

Die meisten hätten jedoch keinen sortenreinen Saft, sondern ein Gemisch aus verschiedenen Sorten. Bissfeste Birnen könnten dem Saft darüber hinaus einen speziellen Geschmack verschaffen. „Den schönsten Saft gibt es erst ab Mitte Oktober. Dann beginnt auch unsere Hauptsaison“, erklärt Knaack. Ansonsten gelte die Regel, dass die eigenen Favoriten unter den Äpfeln, auch das beste Getränk ergeben.

Seit diesem Jahr bietet die Mosterei auch Artland Honig aus der hauseigenen Imkerei zum Verkauf an, ebenso wie Apfelbäume: unter anderem die gängigen Sorten Elster oder Goldparmäne.

Weiter Informationen im Internet unter www.artland-mosterei.de