Jagdrennen gut angenommen Keine Rekorde beim 23. Quakenbrücker Renntag

Von Helmut Diers


Quakenbrück. Schirm und sonstiger Regenschutz blieben ungenutzt, sehr zur Freude des Artländer Rennvereins, seines Vorsitzenden Gerd Karrenbrock und der nach Veranstalterangaben rund 10000 Besucher des 23. Quakenbrücker Renntages. Gebrochene Rekorde waren nicht zu melden. Der Wettumsatz war trotzdem gut, die Zuschauerzahlen auch.

„Nach 22 Jahren im Vorstand nehme ich das alles gelassen“, sah man schon sechs Rennen vor Schluss einen gut gelaunten Vorsitzenden des Artländer Rennvereins durch die Zuschauerreihen flanieren. „Wir bekommen nur positives Feedback von den Jockeys und Fahrern im Sulky. Zudem bekommen wir heute hier im Hasepark einen großartigen Rennsport zu sehen, dessen Qualität bei dem heute zur Verfügung stehenden Pferdematerial hoch einzuschätzen ist“. Karrenbrock freute es ganz besonders, dass „unsere Jagdrennen so gut angenommen werden“.

Zufrieden zeigte er sich auch mit den Platzwetten, „die gut sind“, aber ganz besonders froh war er über den Anstieg der Außenwetten. In diesem Jahr ganz besonders, weil die Rennen im Hasepark im Internet und in den Wettbüros live verfolgt werden konnten. „Wir werden weltweit mehr wahrgenommen“, so Karrenbrock.

Auch ein ehemaliger Trabrennfahrer war vor Ort ››

Dafür sorgte auch wieder das spektakuläre Seejagdrennen zum Abschluss des 23. Renntages. Topfavorit des Rennens war Indian Sun unter Jockey Cevin Chan vom Stall Moorbock, der auf einen Start mit erheblich höherer Dotierung in Breslau verzichtete und das mit 12500 Euro dotierte Rennen über 3400 Meter im Artland vorzog. Bis zum Einritt in den See, der erheblich durch Kieseinlagerung entschärft war, führte Indian Sun mit zwei Längen. Ausgangs des Sees hatte Jan Korpas mit Nuevo Leon aber die Nase vorn und verteidigte trotz schärfster Attacken von Chan und K. Stern auf Apocal die Führung. Im Ziel hatte Nuevo Leon eine Kopflänge Vorsprung vor Indian Sun, der in diesem Jahr bei sieben Jagdrennen sechsmal das Geläuf als Sieger verlies. Rang drei belegte mit einer Länge Rückstand Apocal.

„Ich habe es gewusst, das geht heute“, hatte Korpas eine ganz einfache Erklärung für seinen Überraschungscoup. Trainerin Elfie Schnakenberg, die sich mit dem Sieg das schönste Geburtstagsgeschenk machte, lobte die Rennbahn. „Das Geläuf ist hier top in Ordnung. Hier laufen meine Pferde immer schnell“. Für die Dreierwette gab es am Totalisator für zehn Euro Einsatz 587 Euro. Die höchste Quote wurde in der Dreierwette im Trabrennen der Apotheken mit 33040 Euro erzielt. Insgesamt wurden am Totalisator 129210 Euro umgesetzt.

Sprecher Dieter Baguss war erstaunt über die gute Besetzung der Galopp- und Jagdrennen. „Da konnte heute nicht einmal Dresden in den ersten vier Rennen mithalten. Vor allem das erste Jagdrennen des Tages war mit neun Jockeys mehr als gut besetzt“.

Die Stimme des Ruhrpotts, Werner Hansch mochte da nicht zurückstehen und wurde gleich poetisch: „Ein sonnenüberfluteter Renntag ohne Zwischenfälle, aber mit vielen Favoritensiegen“. Seine Traber hatten die höchsten Quoten am Totalisator erreicht. Kein Wunder, waren die Trabrennen doch „hervorragend besetzt“.