Firma will sich beteiligen Blumen Jäger: Gemeinde Badbergen soll Weg ausbauen

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Thorsten Jäger wünscht sich, dass die Gemeinde den Mimmelager Hagen mit einer doppelten Oberflächenbehandlung versieht und den Weg so auch für die Kundschaft nutzbar macht. Foto: Jürgen AckmannThorsten Jäger wünscht sich, dass die Gemeinde den Mimmelager Hagen mit einer doppelten Oberflächenbehandlung versieht und den Weg so auch für die Kundschaft nutzbar macht. Foto: Jürgen Ackmann

Badbergen. Es ist ein Thema, das die Badberger Kommunalpolitik und die Firma Blumen und Pflanzen Jäger im Ortsteil Groß Mimmelage bereits seit rund fünf Jahren beschäftigt – der Mimmelager Hagen. Juniorchef Thorsten Jäger möchte, dass der Feldweg so ausgebaut wird, dass er auch für die Kunden dauerhaft befahrbar ist. Die Beschlüsse der Gemeinde Badbergen sehen jedoch vor, dass der Mimmelager Hagen lediglich für Landwirtschafts-, Bus- und Lieferverkehr zugelassen ist, um die nahe gelegene Brücke Frehorster Straße/Vortmannsweg zu entlasten. Dort gibt es wiederum eine Gewichtsbegrenzung auf 2,8 Tonnen.

Dass die Geschichte des Mimmelager Hagens noch nicht abschließend geschrieben ist, belegt ein Schreiben von Thorsten Jäger. Im Februar hat er einen erneuten Vorstoß unternommen, damit der Weg eine sogenannte doppelte Oberflächenbehandlung mit Schotter und Bitumen erhält. Wie Thorsten Jäger berichtet, würde dieses Bauvorhaben maximal 15000 Euro kosten. Das hätten Fachleute ermittelt. Er selbst wäre bereit, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, um den Weg besser zu befestigen.

Der jetzige Zustand ist für ihn weder tragbar noch sinnvoll. Zum einen, weil die derzeitige Schotterschicht mindestens zweimal im Jahr wegen der schnell entstehenden Schlaglöcher erneuert werden müsse. Langfristig betrachtet, sei es schon aus finanziellen Gründen besser, eine doppelte Oberflächenbehandlung vorzunehmen, so Thorsten Jäger. Die Straße sei dann wesentlich weniger reparaturanfällig. Zum anderen sei die derzeitige Situation für sein Geschäft schwierig. Für die Kunden sei es nur schwer nachvollziehbar, dass sie den Mimmelager Hagen nicht als Hauptzufahrtsstraße nutzen könnten. Trotz eines Hinweisschildes, doch auf der Bundesstraße ein kleines Stück weiterzufahren, um dann über die Frehorster Straße und den Vortmannsweg zum Geschäft zu gelangen, komme es immer wieder vor, dass Kunden den Mimmelager Hagen nutzen. Anschließend seien sie sauer, weil ihre Autos wegen der Schlaglöcher verdreckt seien, so Thorsten Jäger. Die Busse, die Blumen Jäger ansteuerten, seien wegen der Brücke wiederum gezwungen, den Mimmelager Hagen zu nutzen. Von den Fahrern und den Reisegruppen gebe es angesichts des zeitweilig schlechten Zustandes der Straße immer wieder Kopfschütteln.

„Wir haben Arbeitsplätze in Badbergen geschaffen und möchten diese weiterhin erhalten. Unter den gegebenen Umständen fällt das allerdings nicht leicht“, so Thorsten Jäger in seinem Schreiben an die Gemeinde. Statt die Sanierung des Weges mit einer Kostenbeteilung der Firma auf den Weg zu bringen, seien Schilder aufgestellt worden – zum einem eben das 2,8-Tonnen-Schild am Vortmannsweg für die Brücke, zum anderen das Durchfahrt-verboten-Schild am Mimmelager Hagen für Kunden.

Er habe inzwischen das Gefühl, dass die Gemeinde sein Geschäft in Groß Mimmelage nicht unterstützen wolle, so Thorsten Jäger. Er hoffe, dass das nicht so sei. Er wünsche sich deshalb eine baldige Lösung und sei nach wie vor bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. Schon vor der Kommunalwahl Ende 2011 sei ihm vom damaligen Bürgermeister eine Lösung des Problems in Aussicht gestellt worden. Natürlich wisse er, dass es inzwischen neue Mehrheiten und einen anderen Bürgermeister gebe, gleichwohl hoffe er, dass die Dinge noch einmal in den Ratsgremien im Sinne einer heimischen Wirtschaftsförderung überdacht werden könnten.

Wie der aktuelle Bürgermeister Dietmar Berger (SPD) erklärte, sei von den Fraktionen im Rat einstimmig beschlossen worden, für die Brücke am Vortmannsweg wegen der Verkehrssicherheit ein 2,8-Tonnen-Schild aufzustellen und den Mimmelager Hagen für den Durchgangsverkehr zu sperren. Es gebe derzeit keine andere Möglichkeit. Der Mimmelager Hagen habe vor fünf Jahren nur deshalb mit der Zustimmung der Anlieger in der jetzigen Form hergestellt werden können, weil die Gemeinde zugesagt habe, ihn nicht weiter auszubauen. Das sei der Stand der Dinge.

Zum weiteren Vorgehen erklärte Dietmar Berger, dass das Thema auf der Grundlage des Schreibens von Thorsten Jäger nun in den Ratsgremien erneut besprochen werde. Überdies sei geplant, einen Ingenieur der Samtgemeinde Artland einzuschalten, um das Thema eingehend zu prüfen – mit Blick auf den Sinn und auch mit Blick auf die Kosten.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Wege und Gewässer, Manfred Hussmann (CDU), erklärte zum Thema, dass er es begrüßen würde, wenn die Gemeinde Badbergen für die Firma Jäger eine zufriedenstellende Lösung finden könne. Die CDU-FDP-Gruppe sehe, dass dem Unternehmen geholfen werden müsse. Eine doppelte Oberflächenbehandlung könne Sinn machen. Dies zeige ein Beispiel aus Grönloh. Dort gebe es seit fünf Jahren keine Probleme.


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