Freiwilliger Einsatz auf Intensivstation Quakenbrücker Medizinstudent unterstützt Ärzte in Corona-Krise

Max Wichmann aus Quakenbrück (Vierter von links) und weitere Medizinstudierende wollen das Dammer Krankenhaus in der Corona-Krise unterstützen. Sie kamen jetzt zur Einweisung mit Ärztlichem Direktor Gustav Peters (Zweiter von links), Dr. Bert Mierke, Chefarzt der Klinik für Anästhesie- und Intensivmedizin (Dritter von links), sowie Personalleiter Markus Cämmerer (Fünfter von links) zusammen. Foto: KrankenhausMax Wichmann aus Quakenbrück (Vierter von links) und weitere Medizinstudierende wollen das Dammer Krankenhaus in der Corona-Krise unterstützen. Sie kamen jetzt zur Einweisung mit Ärztlichem Direktor Gustav Peters (Zweiter von links), Dr. Bert Mierke, Chefarzt der Klinik für Anästhesie- und Intensivmedizin (Dritter von links), sowie Personalleiter Markus Cämmerer (Fünfter von links) zusammen. Foto: Krankenhaus

Quakenbrück/Damme. Angehende Mediziner unterstützen das Dammer Krankenhaus St. Elisabeth während der Corona-Krise, darunter auch Max Wichmann aus Quakenbrück, der im sechsten Semester in Hamburg Medizin studiert. Er und seine Kommilitonen wollen auf der Intensivstation pflegerische Aufgaben übernehmen, wenn es hier zu Engpässen kommen sollte.

Da an seinem und an den Studienorten seiner Mitstudenten (Budapest, Hannover, Kiel und Göttingen) zurzeit kein Unterricht stattfindet, hat Max Wichmann sich gemeinsam mit seinen Kommilitonen entschieden, in der Heimat zu helfen. Zu einer Einweisung trafen sich die angehenden Mediziner jetzt mit einem Team um Dr. Bert Mierke, Chefarzt der Klinik für Anästhesie- und Intensivmedizin am Dammer Krankenhaus. „Wir freuen uns sehr, dass die Medizinstudierenden sich bereiterklären, uns zu unterstützen“, wird Mierke in einer Pressemitteilung zitiert: Das sei ein deutliches Zeichen der Verbundenheit.  

Verbundenheit zur Heimat

Die Studenten hätten sich bewusst für einen Einsatz im Dammer Krankenhaus entschieden, heißt es weiter. Sie hätten auch an den Unikliniken, an denen sie studieren, aktiv werden können. Allerdings sei ihnen die gezielte Hilfe vor Ort sehr wichtig, bekundeten sie. Auch als Mediziner müssten sie künftig schließlich Verantwortung übernehmen, begründete Charlotte Kampsen aus Damme, die in Göttingen im fünften Semester Medizin studiert, das Engagement. Sie macht zurzeit im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum im Dammer Krankenhaus. Auch einige ihrer Kommilitonen kommen aus Damme, andere aus Brockum (Kreis Diepholz) oder wie Max Wichmann aus Quakenbrück.

„„Die Hilfsbereitschaft der Studierenden kann ebenso wie der unermüdliche Einsatz aller unserer Mitarbeiter nicht hoch genug geschätzt werden““Ralf Grieshop, Geschäftsführer Krankenhaus Damme

Fast alle Studierenden waren schon einmal im Rahmen eines Praktikums oder ähnlicher Einsätze im Dammer Krankenhaus. „Sie kennen daher die Abläufe hier und werden für uns und die Patienten zu wichtigen Unterstützern“, betont Chefarzt Mierke. Denn in Zeiten des Coronavirus werde die Intensivstation am ehesten zur Engstelle. „Daher ist es löblich, dass die Studierenden den Pflegenden zur Hand gehen.“

Weitere Studenten stehen bereit

Dazu haben sie bereits in Abstimmung mit der Pflege eigenständig einen Dienstplan für die nächsten zwei Wochen erarbeitet. Die Medizinstudierenden wissen, wie wichtig ihr Engagement gerade jetzt ist. Sollte der Bedarf noch größer werden, bestehe die Möglichkeit, weitere Kommilitonen aus der Region zu aktivieren, bekundeten sie.

„Die Hilfsbereitschaft der Studierenden kann ebenso wie der unermüdliche Einsatz aller unserer Mitarbeiter nicht hoch genug geschätzt werden“, so Krankenhaus-Geschäftsführer Ralf Grieshop: Alle trügen mit Herz und Tatkraft dazu bei, „dass unsere Klinik auch in Corona-Zeiten gut aufgestellt und jederzeit handlungsfähig ist“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN