Vorschlag von Christian Calderone Jahresappell der Bundeswehr künftig auf dem Quakenbrücker Marktplatz?

Der neue Flottillenapotheker Martin Pape (Mitte) und Hauptmann Carsten Garwels (links) bekamen Besuch von  Landtagsabgeordnetem Christian Calderone. Foto: CDUDer neue Flottillenapotheker Martin Pape (Mitte) und Hauptmann Carsten Garwels (links) bekamen Besuch von Landtagsabgeordnetem Christian Calderone. Foto: CDU

Quakenbrück. Die sprichwörtlichen 100 Tage waren vorbei, als der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone Flottillenapotheker Martin Pape im Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial (VIZ) der Bundeswehr besuchte. Beim Antrittsbesuches betonte er laut einer Pressemitteilung insbesondere die gute Verankerung der Bundeswehr in der Stadtgesellschaft.

„Sind sie angekommen?“ war die erste Frage von Calderone. Ende September hatte Pape die Leitung der Bundeswehreinheit von Flottenapotheker Wilfried Fellmann übernommen, der diesen Posten zwölf Jahre innehatte. Das konnte Pape nur bejahen, er fühle sich wohl in Quakenbrück. Das liege sicher auch am spannenden Aufgabenspektrum der Versorgung der Bundeswehr im Norden der Republik, der Marine und der Auslandseinsätze mit Medizinmaterial. Optimierungsbedarf sieht Pape dabei im Bereich der Digitalisierung. Neue Medien, Geräte, Kommunikationswege, die für junge Leute selbstverständlich seien, würden bei der Bundeswehr noch sehr wenig eingesetzt. Keine Sorgen bereitet ihm hingegen der Nachwuchs: Die 180 militärischen und zehn zivilen Dienstposten am Standort seien besetzt, pharmazeutisches Fachpersonal sei ausreichend vorhanden, Nachwuchsprobleme zum Glück kein Thema, erläuterte Hauptmann Carsten Garwels, Personaloffizier des Verbandes. 

Auch der Neubau einer Immobilie mit 50 Unterkunftseinheiten am Standort laufe planmäßig. Laut Calderone hat der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen zum Bau erteilt. Darüber zeigte Pape sich erfreut. „Perspektivisch werden wir in Quakenbrück nicht kleiner.“ Das liege auch daran, dass die Welt unberechenbarer geworden und die „Friedensdividende“ aufgebraucht sei.

„Am Herzen“ lag der Gesprächsrunde, Bundeswehr in der Gesellschaft sichtbarer zu machen. Ein guter Schritt sei dabei die Kostenübernahme von Soldaten „in Uniform“ bei der Nutzung der Bahn. Eine gute lokale Möglichkeit wäre, den Jahresappell des Quakenbrücker Standortes künftig öffentlich auf dem Quakenbrücker Marktplatz durchzuführen. „Parlamentsarmee und Bürger in Uniform gehören in die Mitte unserer Gesellschaft“, ist sich Calderone sicher.


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