Stadt mit mehr als 40 Brücken Neuer Bildband über die Hase in Quakenbrück erschienen

Von Heiko Bockstiegel

Auch über die Sohlengleite in Quakenbrück führt eine Brücke. Foto: Tourismus-Information ArtlandAuch über die Sohlengleite in Quakenbrück führt eine Brücke. Foto: Tourismus-Information Artland

Quakenbrück. Die Hase ist ein Fluss, und dieser lässt Wolfgang Osthus nicht los. Seit gut 20 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Heimatfluss des Artlandes und berichtet jetzt in seinem neuesten Bildband „Quakenbrück – Die Stadt der Brücken“ über deren Geschichte mitten im Hase-Binnendelta.

Wer weiß schon, dass es in der Burgmannstadt, wie es auch im Untertitel des Buches heißt, sieben Hasearme und mehr als 40 Brücken gibt?

Zur gleichen Thematik hält Wolfgang Osthus am Mittwoch, 4. Dezember 2019, um 19 Uhr im Hermann-Bonnus-Haus (Evangelisches Gemeindehaus), Große Kirchstr. 14, in Quakenbrück einen reich bebilderten Vortrag. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt dem Trägerverein Hermann-Bonnus-Geburtshaus zugute.

  Heimatfluss wirft Fragen auf

In mehreren Büchern hat der Autor seine Nachforschungen und Erkenntnisse in Wort und Bild festgehalten und berichtet auch auf Extra-Touren oder Vortragsveranstaltungen davon. Und immer wieder hört er Fragen wie diese: Wieso gibt es eigentlich in Quakenbrück so viele Hase-Arme? Und wieso heißen diese Arme auch noch unterschiedlich?

Weiß so gut wie alles über die Hase: Wolfgang Osthus. Foto: Heiko Bockstiegel

Welcher Arm ist nun die Große und welcher die Kleine Hase, welcher ist die Überfall-Hase, welcher die Deich-Hase, welcher die Kleine und welcher die Große Mühlenhase? Und wieso hat der Arm, der von der dreiteiligen Schleuse abzweigt, dann die Jahnstraße und schließlich die Theisstraße unterquert, eigentlich keinen eigenen Namen?

Wolfgang Osthus gibt Antworten

Alles Fragen, die auf eine Antwort warteten, welche Wolfgang Osthus in seinem Bildband „Quakenbrück – Die Stadt der Brücken“ nun gibt. Mit Hilfe von Kartenausschnitten erläutert Osthus, wo die sieben Hase-Arme durch die Stadt fließen, über die mehr als 40 Brücken führen. Diese sieben Hase-Arme sind in der Pflasterung auf dem Marktplatz angedeutet und auch Ausgangspunkt seiner verschiedenen Touren entlang der Arme, immer wieder überquert von unterschiedlichsten Brücken.

Das sind nicht nur riesige Betonbrücken, die aus den Nachbarorten kommend in die Stadt führen, sondern auch einfache Holzbrücken, die Fußgänger und Radfahrer täglich benutzen. Auch die Nordwest-Bahn muss einmal innerhalb der Stadt die Hase auf einer Stahlbrücke hinter dem Edeka-Markt an der Hasestraße überqueren. 

Alte Fotos rufen Erinnerungen wach

Die älteren, teilweise mehr als 100 Jahre alten Fotos werden bei den „Alt-Quakenbrückern“ sicherlich manche Erinnerung wachrufen, beispielsweise die Hase-Brücke am jetzigen Finanzamt, dem früheren Amtsgericht in der Lange-Straße. Hier verlief bis zum Bau der Umgehungsstraße 1973 die B 68. Und wer erinnert sich noch daran, dass die Hengelage ein Ortsteil von Essen war, das bis 1972 zum Kreis Cloppenburg gehörte und die Grenze seinerzeit noch an der Brücke der B 68 über die Große Mühlenhase hinter dem heutigen Feuerwehrgerätehaus verlief?

Der neue Bildband von Wolfgang Osthus ist für 14,95 Euro im Buchhandel, im Stadtmuseum und in der Tourismus-Information Artland erhältlich. 


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