Eingespielt und stimmgewaltig Philharmonischer Chor Quakenbrück singt Mendelssohns Lobgesang

Sein 30-jähriges Bestehen feierte der Philharmonische Chor 2018 mit einer Festmesse. Archivfoto: Christian WüstSein 30-jähriges Bestehen feierte der Philharmonische Chor 2018 mit einer Festmesse. Archivfoto: Christian Wüst

Quakenbrück. Mit dem Philharmonischen Chor Quakenbrück und dem Staatlichen Sinfonieorchester Kaliningrad darf sich das Publikum am Sonntag, 17. November 2019, um 18 Uhr in der St.-Marien-Kirche auf ein sowohl in seinem Klang wie auch in seiner Dynamik eingespieltes Team freuen.

Der Chor unter Leitung von Ji Kyung Lee und das Orchester unter Leitung von Arkadiy Feldmann sind durch zahlreiche gemeinsame Auftritte bestens aufeinander eingestimmt und beeindruckten zuletzt international mit der Friedensmesse „The Armed Man – A Mass for Peace“ von Karl Jenkins – aufgeführt sowohl in Quakenbrück als auch in Kaliningrad. Ebenfalls dabei ist die Bersenbrücker Solistin Elisabeth Dopheide.

Bei den Quakenbrücker Musiktagen präsentiert das Ensemble nun ebenfalls ein Stück des walisischen Komponisten. Jenkins verfasste sein „Te Deum“, eine Vertonung des frühchristlichen Te Deum, im Jahr 2008 für vierstimmigen gemischten Chor und Orchester anlässlich der Ernennung von Liverpool zur Europäischen Kulturhauptstadt. Verstärkt werden die Musiker beim Oratorienkonzert in der St.-Marien-Kirche Quakenbrück vom Hagener Mozartchor unter Leitung von Albert Boehres.

Dynamisch und poetisch zugleich

Zuvor steht Felix Mendelssohn Bartholdys „Alles was Odem hat, lobe den Herrn“ op. 52, Sinfoniekantate für Soli, Chor und Orchester aus dem Jahr 1840, auf dem Programm. Der später auch als Sinfonie Nr. 2 bekannte „Lobgesang“ war eines der meistaufgeführten Werke Mendelssohns zu seinen Lebzeiten und verknüpft die instrumentalen Teile einer Sinfonie mit den vokalen Teilen einer Kantate. Durch diesen Kunstgriff ist es dem Komponisten nicht nur gelungen, eine glaubhafte Form für das Zusammenwirken von Poesie und Musik zu kreieren, sondern auch seine eigene, eineinhalb Jahrzehnte andauernde Schaffenskrise zu überwinden.

Der auf Psalmenzitaten und dem Kirchenlied „Nun danket alle Gott“ basierende Text des „Lobgesangs“ verweist auf den Anlass der Komposition: Der Rat der Stadt Leipzig hatte Mendelssohn 1839 damit beauftragt, das 400-jährige Jubiläum der Entwicklung des Buchdrucks musikalisch zu ehren. Mendelssohn erhebt die epochale Erfindung von Johannes Gutenberg und dessen erste gedruckte Bibel zum Schlüsselereignis, das die Christenheit aus dem finsteren Zeitalter der Unwissenheit in eine neue Ära der Erleuchtung führt. Als Solisten sind bei den Quakenbrücker Musiktagen Alexandra Scherrmann (Sopran), Elisabeth Dopheide (Sopran) und Philip Kapeller (Tenor) zu hören.

Weitere Konzerte und Vorverkauf

Am 1. Januar 2010 steht dann das Neujahrskonzert mit der Philharmonie Lemberg auf dem Programm. Unter dem Motto „Durch die Wälder, durch die Auen“ werden unter anderem Opern- und Operettenmelodien und -arien geboten, so aus „Fidelio“ (Beethoven), „Der Freischütz“ (Weber) und „Zar und Zimmermann“ (Lortzing). 

Eintrittskarten für alle Konzerte der Quakenbrücker Musitktage sind  in der Tourismus-Information Artland, Markt 4 in Quakenbrück, und bei Nordwest-Ticket, Telefon 0421/363636, erhältlich, online sind sie über www.nordwest-ticket.de und www.deinticket.de zu bekommen. Informationen im Internet: www.quakenbruecker-musiktage.de.


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