Hühnermobil beim Kreisverkehr In Groß Mimmelage gibt es bald Halbmond-Eier

Von Bjoern Thienenkamp

Aus einem Bauwagen hat Gerd Markowski ein Hühnermobil gebaut und es auf eine Wiese nahe des Kreisverkehres in Groß Mimmelage aufgestellt. Foto: Björn ThienenkampAus einem Bauwagen hat Gerd Markowski ein Hühnermobil gebaut und es auf eine Wiese nahe des Kreisverkehres in Groß Mimmelage aufgestellt. Foto: Björn Thienenkamp
Björn Thienenkamp

Badbergen. „Hühnermobil“ steht in weißen Großbuchstaben auf der Plane, die an einen Bauwagen gespannt ist, der an der Mimmelager Straße im Badberger Ortsteil Groß Mimmelage unweit des Kreisverkehrs mit dem Halbmond-Denkmal steht. Eine Mobiltelefonrufnummer ist dazu angegeben, ansonsten sind auf dem formatfüllenden Foto rund zehn Hühner auf einer grünen Wiese zu sehen.

Die Wiese, auf der der Bauwagen steht, sieht irgendwie so aus wie die Wiese auf dem Banner, und auch die auf der Wiese umherlaufenden Hühner sehen irgendwie so aus, wie die Hauptdarsteller auf dem Fotomotiv. „Ich habe derlei Angebote mal gesehen und war von dieser Haltungsform total fasziniert“, sagt Gerd Markowski. 

„So etwas bauen wir uns selber auch“, hat der 59-Jährige gedacht, einen Bauwagen besorgt und eine Stalleinrichtung in Form einer originalen Legebatterie eingebaut. „Es steht noch nicht dran, was wir eigentlich haben wollten, das Ei der freilaufenden Hühner muss einen Namen haben, Halbmond-Eier, dazu soll baldigst ein Logo entworfen werden“, schildert der Groß Mimmelager. Die Rufnummer, die eigentlich viel kleiner erscheinen sollte, führe zu Anfragen, ob hier als Spediteur Hühner umhergefahren würden.

Reich werden wolle er mit den 40 Hühnern nicht, klein anfangen, aber nicht auf 1000 kommen. Vor Ort Eier verkaufen, das sei sein Hobby. Die Scheu der Leute sei groß, da würde das frei zugängliche Gartenhäuschen auf dem Hof gleich nebenan mit der Kasse auf Vertrauensbasis gut angenommen. Kleines Ei 20 Cent, großes Ei 25 Cent, ist die moderate Preispolitik bei einem Angebot ab 7 Uhr morgens bis zum Schlafengehen.

Die Eier stünden in 30er Waben bei zehn bis 15 Grad Celsius anschaulich in einem ehemaligen Flaschenkühlschrank, der nachgefüllt werde, aber durchaus auch einmal ausverkauft sein könne. 10er Kartons stünden für die Selbstauswahl bereit, auch sonntags, wie der gebürtige Wallenhorster sagt, der seit 1999 mit seiner Frau Ida Arabofriesen züchtet sowie Kutsch- und Planwagenfahrten anbietet.


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