Wie schnell wächst ein Fisch? Hasetalschüler aus Quakenbrück untersuchen Tierwelt im Regenrückhaltebecken

Mithilfe kleiner Reusen und Weckgläsern untersuchten die Mädchen und Jungen der Hasetalschule die Tierwelt im Regenrückhaltebecken an der Friedrichstraße. Foto: HasetalschuleMithilfe kleiner Reusen und Weckgläsern untersuchten die Mädchen und Jungen der Hasetalschule die Tierwelt im Regenrückhaltebecken an der Friedrichstraße. Foto: Hasetalschule

Quakenbrück. Mädchen und Jungen der Hasetalschule in Quakenbrück haben gemeinsam mit Experten der Regionalen Arbeitsgruppe für Naturschutz im Artland (Rana) die Artenvielfalt im Regenrückhaltebecken an der Friedrichstraße untersucht.

Die Krötenwanderung ist abgeschlossen, die Kröten haben ihren Laich abgelegt, und die Schutzzäune sind abgebaut. Was hat sich nach vier Wochen im Laichgewässer entwickelt? Sind schon Kaulquappen zu sehen? Die Schüler und Schülerinnen der Hasetalschule Quakenbrück, die sich seit Jahren im Krötenschutz engagieren, wünschten sich Antworten auf ihre Fragen und wurden von Wolfgang Schoenke und den Brüdern Manfred und Michael Weinert, Mitgliedern der Regionalen Arbeitsgruppe für Naturschutz im Artland (Rana), zu einer Exkursion zum Regenrückhaltebecken an der Friedrichstraße eingeladen.

Am Vortag hatte Rana selbst gefertigte kleine Reusen an verschiedenen Standorten im Gewässer ausgelegt. Für die außerschulische Lerneinheit wurden die Reusen mit einer Schnur an den Uferrand gezogen, das Wasser in ein großes Weckglas gegossen und dann die Inhalte untersucht. 

Michael Weinert erklärte den Schülern und Schülerinnen die Artenvielfalt. Sie sahen Amphibien wie Teichmolche und auch flinke Teichfrösche, Kaulquappen von Erdkröte und Grasfrosch in verschiedenen Entwicklungsstufen. Unterschiedliche Wasserinsekten wie zum Beispiel Gelbrandkäfer, Gaukler, Rückenschwimmer und Stabwanze, aber auch „unscheinbare“ Tiere wie Mücken- und Eintagsfliegenlarven oder Wasserflöhe konnten entdeckt werden. Nach ausgiebiger Betrachtung wurden alle Tiere wieder unbeschadet in ihren Lebensraum zurückgesetzt. 

Da auch Fische im Regenrückhaltebecken leben dürfen, kam die Frage auf, wie viel Zeit ein Fisch wohl braucht, bis er zum Beispiel für einen Angler einen guten Fang abgibt? Wolfgang Schoenke erklärte den Schülern, dass Fische langsam wachsen, je nachdem, welches Nahrungsangebot sie auch im Wasser vorfinden. Anders als in der Tiermast benötigen Fische etwa drei Jahre, bis sie ausgewachsen sind. Der außerschulische Lernort Regenrückhaltebecken zeigte auf anschauliche Art die Vielfalt der Natur und beantwortete die Fragen der Schüler.


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