Diätassistenten und Physiotherapeuten Azubis an Quakenbrücker Fachschulen erhalten künftig eine Vergütung

Von PM und Christian Geers

Die Fachschulen für Physiotherapie und Diätassistenten am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück zahlen ihren Schüler künftig eine Ausbildungsvergütung. Foto: Josef Pohl/ArchivDie Fachschulen für Physiotherapie und Diätassistenten am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück zahlen ihren Schüler künftig eine Ausbildungsvergütung. Foto: Josef Pohl/Archiv

Quakenbrück. Zum 1. August 2019 hat die niedersächsische Landesregierung die im Koalitionsvertrag angestrebte Schulgeldfreiheit für Gesundheitsfachberufe eingeführt. Zwei staatlich anerkannte Fachschulen am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück (CKQ) profitieren von dieser Neuregelung.

Wer sich bisher für eine Ausbildung zum Physiotherapeuten oder zum Diätassistenten entschied und einen Platz in den Fachschulen am Quakenbrücker Krankenhaus bekam, musste seine Ausbildung aus eigener Tasche finanzieren. Das bedeutete sowohl für Schüler als auch ihre Eltern oftmals eine erhebliche finanzielle Belastung. Nun soll den Azubis in diesen Gesundheitsfachberufen nach dem Willen der SPD-CDU-Landesregierung eine Ausbildungsvergütung gezahlt werden. Dafür ist das Krankenhausfinanzierungsgesetz geändert worden. 

Höhe liegt zwischen 1000 und 1175 Euro im Monat

Dem nun abgeschlossenen Tarifvertrag ist zu entnehmen, dass die Ausbildungsvergütung rückwirkend zum 1. Januar 2019 gezahlt wird. Für die Schüler der 1980 gegründeten staatlich anerkannten Fachschule für Diätassistenten (12 Plätze) und für die 1982 gegründete Fachschule für Physiotherapie (25 Plätze) am Christlichen Krankenhaus handele es sich dabei je nach Ausbildungsjahr um eine Summe zwischen 1000 und 1175 Euro im Monat, schreibt das Krankenhaus in einer Pressemitteilung.

Schulleiter: Reform ein wichtiger Schritt

In den beiden Schulen des CKQ-Schulzentrums herrsche seit Bekanntwerden der Nachricht über die Ausbildungsvergütung große Freude bei Auszubildenden und Dozenten. Die beiden Schulleiter Ulrich Bolles (Staatlich anerkannte Schule für Diätassistentinnen/Diätassistenten) und Simon Sturm (Staatlich anerkannte Schule für Physiotherapie) hätten lange für eine gleichberechtigte Behandlung aller medizinischen Ausbildungsberufe gekämpft. Nun seien beide erleichtert: „Diese Reform ist ein wichtiger Schritt, um dem bereits herrschenden Fachkräftemangel in diesen beiden Berufszweigen entgegen zu wirken. Jetzt können wir unseren Auszubildenden nicht nur eine inhaltlich äußerst attraktive Ausbildung bieten, sondern auch garantieren, dass die finanzielle Seite stimmt. Kein Schüler muss mehr aus Kostengründen auf eine Ausbildung verzichten“, werden sie in der Pressemitteilung zitiert. Und: Die nun zu zahlende Ausbildungsvergütung sei zudem ein wichtiges Argument, um Schüler für die Berufe zu begeistern. Die Auszubildenden für beide Schulen kommen nach Angaben des CKQ aus dem Landkreis Osnabrück und den angrenzenden Regionen. In Niedersachsen gibt es drei Diätfachschulen, von denen zwei eine Vergütung zahlen: Quakenbrück und Hannover. 

CKQ-Geschäftsführer zufrieden

Erfreut über die Entwicklung ist auch der Geschäftsführer des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück mit der Reform der bisherigen Regelungen und der nun geltenden Schulgeldfreiheit. „Wir sind froh, dass sich beim Thema Vergütung endlich etwas zum Positiven bewegt hat“, stellt er fest. Eine Vergütung werde jedoch nur in den Schulen gezahlt, die an ein Krankenhaus angebunden seien. „Hier in Quakenbrück ist das der Fall, und so profitieren alle Schülerinnen und Schüler davon, die bei uns im CKQ-Schulzentrum eine Ausbildung beginnen.“ 

Zur Sache

CKQ-Fachschulen
Im Schulzentrum des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück startet der neue Kurs der Diätfachschule am 1. August 2019, die Physiotherapieschule beginnt am 1. Oktober 2019 mit der Ausbildung. Informationen im Internet: www.ckq-gmbh.de 



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