Tilsiter Straße Nachbarschaftsbüro in Quakenbrück lädt zum Austausch ein

Ein buntes Schild in den Sprachen Deutsch, Türkisch und Rumänisch weist auf das Nacbarschaftsbüro, TIlsiter Straße 1, hin. Von dem Projekt überzeugt sind Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe (von links), Daniel Thäler (Samtgemeinde), stellvertretende Bürgermeisterin Emma Weiss, Stephanie Thiering (EJF), Michael Strehl (Baugenossenschaft), Shirin Pethig, Frank Wuller (Samtgemeinde) und Quartiersmanagerin Mareike Schmidt. Foto: Nina StrakeljahnEin buntes Schild in den Sprachen Deutsch, Türkisch und Rumänisch weist auf das Nacbarschaftsbüro, TIlsiter Straße 1, hin. Von dem Projekt überzeugt sind Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe (von links), Daniel Thäler (Samtgemeinde), stellvertretende Bürgermeisterin Emma Weiss, Stephanie Thiering (EJF), Michael Strehl (Baugenossenschaft), Shirin Pethig, Frank Wuller (Samtgemeinde) und Quartiersmanagerin Mareike Schmidt. Foto: Nina Strakeljahn

Quakenbrück. Das Nachbarschaftsbüro an der Tilsiter Straße in Quakenbrück hat seit Kurzem geöffnet. Dort ist Shirin Pethig vom Projekt "Wir für die Neustadt!" und will einen Treffpunkt für alle Menschen schaffen.

Das Nachbarschaftsbüro soll eine Anlaufstelle für die Anwohner werden und steht allen im Stadtteil offen. Ziel sei es, erklärt Pethig, dass die Einwohner aktiv werden und eigenes Engagement entwickeln. Mit ihrer Hilfe sollen die Ideen dann umgesetzt werden.

Die ersten Besucher sind bereits im Nachbarschaftsbüro gewesen und haben sich über die neue Einrichtung informiert. "Ich bin kein Sheriff", habe sie gegenüber den Anwohnern betont, sondern für ihre Anliegen da. Zwei Frauengruppen haben sich bereits zusammengefunden, die in der Tilsiter Straße 1 einen Treffpunkt gefunden haben. Noch bringt sich Pethig ein, aber sie sollen irgendwann eigenständig sein.

Beratungsstellen können Büro nutzen

Die umgestaltete ehemalige Wohnung im Erdgeschoss bietet nicht nur ein Büro für Pethig, sondern auch auch Aufenthaltsräume und ein Spielzimmer für Kinder. Außerdem kann der Garten genutzt werden und wird es auch. Neben der Möglichkeit für Begegnungen und Entwicklung neuer Projekte sollen auch verschiedene Beratungsstellen das Nachbarschaftbüro nutzen können, um so die Anwohner zu erreichen.

Das Gemeinwesenprojekt „Wir für die Neustadt!“ ist 2017 gestartet. In fünf Jahren soll Pethig mit den Bewohnern ins Gespräch kommen, sie zum Dialog animieren und herausfinden, welche Wünsche und Ressourcen Menschen, Gruppen und Vereine haben.

Bereits im vergangenen Jahr ist Pethig mit einem bemalten Bauwagen durch die Neustadt gezogen und so direkt vor Ort mit den Bewohner ins Gespräch gekommen. Trotz des festen Büros ist das auch in diesem Jahr wieder geplant.

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Ergänzung zur Sozialen Stadt

Das Projekt "Wir für die Neustadt!" ergänzt das Programm Soziale Stadt. Damit die Bewohner rund um die Tilsitter Straße wissen, was auch baulich mit ihrem Viertel passiert, sollen im Büro Pläne aufgehängt werden. Außerdem beantwortet Pethig auch die Fragen, die zu diesem Thema entstehen. 

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So hat sie bereits erklärt, wieso kürzlich die beiden vorgelagerten Garagenbauten an der Tilsiter Straße abgerissen wurden. Dieser Abriss wurde nach dem Willen des Quakenbrücker Stadtrates komplett aus Mitteln des Sanierungsprogramms Soziale Stadt finanziert, weil es sich um einen sogenannten städtebaulichen Missstand handelt. Auch dass die Wohnungen etwas reduzieren werden, hat sie erläutert, um den Bewohnern Existenzängste zu nehmen.

Wie wichtig dieses Büro auch für die anstehenden baulichen Veränderungen sei, betonte Michael Strehl, Vorstandmitglied der Baugenossenschaft. Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe war ebenfalls froh, dass nun eine Anlaufstelle für die Anwohner der Neustadt geschaffen wurde. Auch Quakenbrücks stellvertretende Bürgermeisterin Emma Weiss freute sich über den Startschuss.


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