Mehr als 400 Teilnehmer erwartet 10. Sambanale in Badbergen am 25. und 26. Mai 2019

Von Bjoern Thienenkamp und PM

Die Sambanale lockt wieder nach Badbergen. 20 Gruppen werden erwartet. Im vergangenen Jahr gehörte die niederländische Formation União dos Países Baixos zu den Gästen. Foto: Björn Thienenkamp/ArchivDie Sambanale lockt wieder nach Badbergen. 20 Gruppen werden erwartet. Im vergangenen Jahr gehörte die niederländische Formation União dos Países Baixos zu den Gästen. Foto: Björn Thienenkamp/Archiv

Badbergen. Waren es bei der ersten Sambanale 2010 lediglich drei eingeladene Sambagruppen, die gemeinsam trommelten und ihr Programm vorstellten, so werden sich am Samstag, 25. Mai 2019, und Sonntag, 26. Mai 2019 - zehn Jahre später -, mehr als 400 Trommler auf dem Badberger Schützenplatz tummeln. Und auch das Programm der Sambanale ist deutlich gewachsen.

Am Samstag finden den ganzen Tag Workshops statt, in denen die sogenannten Mestre den Sambatrommlern die verschiedenen Rhythmen vermitteln. Abends ist dann die große Sambaparty angesagt, zu der auch die Öffentlichkeit eingeladen ist. Bei freiem Eintritt spielen Remy de Souza mit seiner Formation Quintal do Gordinho und die Hamburger Gruppe Banda Ashè. 

20 Gruppen auf drei Bühnen

Samba in all seinen Facetten steht dann am Sonntag auf dem Programm. Gut 20 Gruppen aus Deutschland und Holland präsentieren auf drei Bühnen die verschiedenen Stilrichtungen des Samba, etwa den Samba-Reggae aus Bahia, Batucada aus Rio de Janeiro oder Maracatu aus der Gegend um Recife. Außerdem sorgen die Brazil Dance Formation und die Capoeira Show Osnabrück für besondere Augenblicke.

Zum zweiten Mal haben die Macher der Sambanale den Badberger Grundschulkindern einen kostenfreien Samba-Workshop spendiert. Der holländische Musikpädagoge und leidenschaftliche Sambista Meiko Meisner geht am Freitag in die Grundschule Badbergen und erarbeitet mit den Kindern einen Sambagroove, der dann am Sonntagnachmittag öffentlich präsentiert wird. Für die kleinen Gäste packt der Zirkus Borgolli seine Zauberkisten aus und lädt zum Mitmachen ein. Auch am Sonntag ist der Eintritt frei und diverse kulinarische Stände bieten auch brasilianische Spezialitäten an.

Trommelfeuer am Sonntag

In den zehn Workshops der Sambanale unterrichten wieder hochkarätige Mestre, so bekannte Gesichter wie der Rotterdamer Michael de Miranda oder Aminu Umaru aus Hamburg. Neu dabei sind Cassandra „Cassy“ Mehring aus Hamburg, die sich in ihrem Workshop mit dem Thema „Moves & Sticktricks“ befasst. Alex Nascimento aus Osnabrück wird den brasilianischen Kampftanz „Capoeira“ vorstellen, Buchautor und Lehrer Sven Helbig wird in seinem Workshop auf die Besonderheiten des Maracatu eingehen, eine Spielart des Samba, die in Deutschland eher selten gespielt wird. Die Grundlagen des Samba-Reggae wird Maxie Klottmann vermitteln, während Gero Fei und Christian Auer mit Sambafunk und „Cajon goes Brazil“ auf ganz neue Rhythmen und Instrumente eingehen. Remy de Souza Santos aus Paris, vielgefragter Musiker in ganz Europa, gibt auf der Sambanale einen Pagode-Workshop, vermittelt also den Samba, der in Rio auf den Plätzen und Hinterhöfen an Tischen sitzend gespielt wird.

An beiden Tagen der Sambanale in Badbergen legen alle Musiker immer viel Wert auf die Aufmachungen. Foto: Björn Thienenkamp/Archiv


Das Trommelfeuer am Sonntag wird traditionell vom Bloco Sambanale eröffnet, einem Zusammenschluss von Sambabegeisterten aus ganz Norddeutschland. Danach stehen die 20 Gruppen aus Deutschland und Holland auf den drei Bühnen der Sambanale und werden den Besuchern kräftig einheizen. Sehr beliebt sind auch die Sessions, an denen jeder mitmachen kann. Meiko Meissner und Aminu Umaru leiten die Sessions, die nicht nur für aktive Trommler ein echtes Erlebnis sind.


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